Mosbach/Saarbrücken. Die Veranstalter versprechen „beste Bedingungen“ und „emotionale Spiele“, dementsprechend groß ist auch bei der Johannes-Diakonie die Vorfreude auf die anstehenden Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland. Vom 15. bis 20 Juni wird eine 52-köpfige Delegation ins Saarland reisen, um bei den Deutschen Meisterschaften Flagge zu zeigen. Die Johannes-Diakonie stellt damit die größte Teilnehmendengruppe aus Baden-Württemberg. Insgesamt werden bei diesem Multisportereignis rund 4300 Athletinnen, Athleten und Unified Partner aus ganz Deutschland erwartet.
Das Team Johannes-Diakonie startet bei diesen Spielen in sieben Sportarten. Auf Medaillenjagd geht es beim Fußball, Bowling, Tischtennis, Kraftdreikampf, Radsport, Freiwasserschwimmen und im Triathlon. Auch treten wieder inklusive Teams an, sogenannte Unified-Tandems. „Wir wollen weiter Zeichen setzen für inklusiven Sport“, macht Trainerin und Sportkoordinatorin Claudia Geiger deutlich. Insbesondere durch das Projekt „Teilhabe durch Sport“, das von der „Aktion Mensch“ maßgeblich gefördert wird, habe das Thema gemeinsamer Sport- und Bewegungsangebote für Menschen mit und ohne Behinderung einen Schub erfahren, auch durch Kooperationen mit Vereinen.
Für die Meisterschaften wurde das Team dieser Tage neu eingekleidet. Alle Mitglieder der Delegation erhalten schicke, sportliche Poloshirts und passende Kapuzenjacken. „Viele unsere Sportlerinnen und Sportler trainieren neben ihrer Arbeit intensiv, verbessern sich stetig und repräsentieren die Johannes-Diakonie. Auch die Trainerinnen und Trainer opfern viel Zeit und Herzblut dafür. Da ist es nur logisch, dass das Team auch optisch professionell auftritt“, sagt die Sportkoordinatorin. Neben der Kleidung ist auch die Teilnahme an einer solchen Meisterschaft selbst nur dadurch möglich, weil zuletzt zahlreiche Spenderinnen und Spender das Thema Sport für Menschen mit Behinderung unterstützen. „Das ganze Team ist dafür sehr dankbar. Sport macht unseren Athletinnen und Athleten nicht nur Spaß, es stärkt auch Gesundheit und Selbstbewusstsein und ist vor allem ein wichtiger Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe“, macht Claudia Geiger deutlich.
Für einige der Sportlerinnen und Sportler der Johannes-Diakonie sind diese kommenden Deutschen Meisterschaften die Chance, sich mit ihren Leistungen für die Weltspiele von Special Olympics zu empfehlen, die im Oktober 2027 in Südamerika, in Santiago de Chile, stattfinden werden. Bereits bei vergangenen Weltmeisterschaften waren Sportlerinnen und Sportler aus Mosbach, Schwarzach und Lahr in verschiedenen Sportarten am Start und konnten Medaillen erringen. „Wir hoffen, dass dies auch im kommenden Jahr der Fall sein wird“, so Claudia Geiger.
Im Vorfeld der Spiele im Saarland war für die Sportverantwortlichen der Johannes-Diakonie die Tatsache herausfordernd, dass die Wettkampfstätten über das Bundesland verteilt sind. So findet zwar die Mehrzahl der Wettbewerbe sowie Eröffnungs- und Schlussfeier in der Landeshauptstadt Saarbrücken statt, die Radsportler haben ihre Strecke aber beispielsweise in St. Wendel, Freiwasserschwimmer und Triathleten sind ganz im Norden des Saarlands, am Bostalsee, am Start. So musste die Unterbringung entsprechend verteilt und Möglichkeiten zum Transport geschaffen werden. Aber das wird das Team Johannes-Diakonie nicht daran hindern, diese „emotionalen Spiele“ zu genießen – und entsprechend erfolgreich zu sein, ist sich Claudia Geiger abschließend sicher.



