
Neuenstadt. Für den Spatenstich mussten die Gäste noch weit hinabsteigen; inzwischen ragt der Rohbau des neuen Fachpflegeheims schon über das Niveau der Neckarsulmer Straße hinaus. In dem Gebäude werden 28 Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und zusätzlichem Pflegebedarf ein Zuhause finden. Rund ein Jahr vor der geplanten Fertigstellung herrscht am einstigen Gaswerk-Gelände von Neuenstadt reger Betrieb. Die Arbeiten sind im Zeitplan, und der zuständige Projekt- und Bereichsleiter der Johannes-Diakonie, Thomas Böhm, ist mit dem Projektverlauf mehr als zufrieden. „Im Mai soll der Rohbau fertig werden“, kündigt er an. Fertigstellung und Bezug des Hauses sollen dann im Laufe des ersten Halbjahres 2027 über die Bühne gehen.
Ein Teil der Bewohnerschaft wird aus bestehenden Wohnangeboten der Johannes-Diakonie zuziehen, weitere aus Neuenstadt und Umgebung hinzukommen. Darunter werden Personen sein, die derzeit noch bei ihren Familien wohnen, sowie Menschen aus Einrichtungen, die den Pflegebedarf auf lange Sicht nicht decken können. „Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet“, berichtet Projektmitarbeiter Clemens Papmahl. Als jetzige Einrichtungsleitung hat er bereits das Wohnangebot der Johannes-Diakonie in Bad Rappenau mit aufgebaut und bringt daher viel Erfahrung mit. „Das Know-how, das wir bei verschiedenen Bauprojekten gewonnen haben, möchten wir auch für Neuenstadt nutzen“, erklärt Papmahl.
Nach langer Vorbereitungszeit war das Bauprojekt im vergangenen September mit einem symbolischen Spatenstich gestartet. Inzwischen ist das erste Obergeschoss fast fertig. Im Erdgeschoss werden Räume für tagesstrukturierende Maßnahmen verortet sowie Büros für Mitarbeitende; in den zwei Obergeschossen entstehen Wohnbereiche für insgesamt vier Wohngruppen. „Nach dem Richtfest geht es an den Innenausbau, und wir planen parallel Möblierung und weitere Ausstattung“, kündigt Papmahl an. Zugleich beginnen die Gewinnung von Mitarbeitenden und das Ankommen im Sozialraum Neuenstadt. Erste Kontakte in die städtische Gemeinschaft wurden bereits bei einem gemeinsamen Gottesdienst mit der evangelischen Kirchengemeinde geknüpft.
Ein besonderes Wahrzeichen der neuen Einrichtung stand schon vor Baubeginn: Das historische Pumphäuschen des Gaswerks bleibt auf dem Gelände. Es wird über einen barrierefreien Zugang mit dem Neubau verbunden. „Wir haben uns früh entschieden, das Häuschen zu erhalten und wollen es für das eine oder andere tagesstrukturierende Angebot nutzen“, so Thomas Böhm. Womit ein Stück alte Stadtgeschichte das neue Wohnangebot für Menschen mit Behinderung bereichern wird.
Kontakt:
Für Fragen zum neuen Fachpflegeheim der Johannes-Diakonie steht Projekt- und Bereichsleiter Thomas Böhm (Telefon: 0173 2033387, E-Mail: thomas.boehm@johannes-diakonie.de) zur Verfügung.


