
Schwarzach. Ein starker Abend für inklusiven Sport: Special-Olympics-Athleten, Trainerinnen und Trainer, Vereinsvertreter und weitere Kooperationspartner kamen zum Netzwerktreffen des Projekts „Teilhabe durch Sport“ der Johannes-Diakonie zusammen. Und das an einem „besonderen Ort“, wie es Projektleiter Michael Walter formulierte. Das Kraft-Werk Schwarzach sei als Trainingsort symbolträchtig für sportliche Teilhabe und eng mit der Johannes-Diakonie und Special Olympics verbunden.
Ziel des im Mai 2023 gestarteten Projekts „Teilhabe durch Sport“, das maßgeblich von der „Aktion Mensch“ gefördert wird, ist insbesondere das Etablieren oder Ausbauen von inklusiven Sport- und Bewegungsangeboten rund um die verschiedenen Wohnangebote für Menschen mit Behinderung der Johannes-Diakonie. Zentrale Aufgabe ist es daher, Verbände, Vereine und weitere Institutionen zu sensibilisieren, selbst inklusive Angebote zu machen oder zu erweitern. Dass dies gelingt, belegen zahlreiche Kooperationen mit Vereinen, die bereits inklusive Angebote machen. So wie im Kraft-Werk Schwarzach.
Das vergangene Projektjahr sei zunächst insbesondere durch sportliche Erfolge bei den Welt-Winterspielen von Special Olympics in Turin sowie bei den Landesspielen in Heilbronn und Neckarsulm geprägt gewesen. „Besonders stolz sind wir als Projektteam, dass wir dort in verschiedenen Sportarten inklusive Teams an den Start bringen könnten“, so Michael Walter bei seinem Rückblick. „Inklusiver Sport ist im Kommen.“ Doch auch abseits der großen Events gab es Erfolge in verschiedenen Sportarten zu feiern. Unter anderem wurden die Fußballer der Johannes-Diakonie sowohl in der Halle als auch auf dem Feld baden-württembergische Meister, bei Triathlon-Wettbewerben in Lorsch und in Eberbach waren inklusive Staffeln am Start und Michael Lofink feierte in der Slowakei mit einem herausragenden 5. Platz seine internationale Triathlon-Premiere – und das bei seinem erst zweiten Einzelwettkampf überhaupt.
„Um inklusive Sport- und Bewegungsangebote ermöglichen zu können, braucht es Partner“, machte Walter deutlich. Neben zahlreichen bestehenden Kooperationen mit Vereinen und Institutionen in der Region konnten auch 2025 neue Partnerschaften geschlossen werden, so mit dem Badischen Leichtathletik Verband und dem Handball-Drittligisten HG Oftersheim/Schwetzingen, bei dem Klienten der Johannes-Diakonie Teil der „HG Unified Hyänen“ sind. Darüber hinaus sei die Johannes-Diakonie seit dem vergangenen Jahr Mitglied der Sportregion Rhein-Neckar, um auch auf Verbandsebene in der Metropolregion das Thema „Inklusiver Sport“ sichtbarer zu machen.
Beim Blick nach vorne auf anstehende Herausforderungen nannte der Projektleiter insbesondere die kommenden nationalen Spiele von Special Olympics im Saarland und die Nordbadischen Fußballmeisterschaften, die in diesem Jahr am 22. Mai erstmals auf dem Gelände des FV Mosbach stattfinden werden. Weitere Kooperationen seien in Vorbereitung, so beispielsweise mit dem SV Waldhof Mannheim und dessen Inklusionsmannschaft.
Höhepunkt für die Gäste beim Netzwerktreffen war dann der Blick in die Räumlichkeiten des Kraft-Werk Schwarzach. Hausherr Oliver Caruso erläuterte zunächst den Werdegang des inzwischen rund 3000 Mitglieder umfassenden Vereins – von seinen Anfängen auf dem Gelände der Johannes-Diakonie, über den Special-Olympics-Stützpunkt für Kraftdreikampf mit großer Unterstützung der regionalen Lions-Clubs und Lions Deutschland, gemeinsame Trainingseinheiten mit der Gewichtheber-Nationalmannschaft bis hin zum jüngsten Projekt, dem Kraft-Werk Mudau. Michael Lofink, der an diesem Abend nicht nur als Athlet, sondern auch in der Funktion des Athletensprechers und Präsidiumsmitglieds von Special Olympics Baden-Württemberg vor Ort war, dankte Caruso abschließend für seinen Einsatz: „Was ihr hier im Kraft-Werk für Special Olympics geleistet habt, ist herausragend. Unsere Erfolge sind daher auch eure Erfolge.“


