
Mosbach. Angehende Besuchshundeteams der Hundeschule „Hundgerecht“ von Marsha Jung in Elztal-Dallau bringen Freude und Abwechslung ins Seniorenzentrum Mosbach der Johannes-Diakonie. Der Einsatz von Besuchshunden verfolgt kein Therapieziel, sondern soll die Stimmung beleben und soziale Kontakte fördern. Hunde müssen geeignet sein und eine Ausbildung durchlaufen. Ehrenamtskoordinatorin Tanja Bauer von der Johannes-Diakonie hatte die Anfrage nach einem praktischen Einsatz der auszubildenden Hunde an das Seniorenzentrum weitergegeben.
Was als Teil der Besuchshunde-Ausbildung bei „Hundgerecht“ begann, entwickelte sich für die Bewohnerinnen und Bewohner zu einem besonderen Erlebnis. Die Hunde und ihre Halterinnen und Halter gestalten lebendige Nachmittage – ob im Stuhlkreis oder bei Einzelbesuchen. Dabei werden die Tiere nicht einfach nur vorgestellt, sondern aktiv in den Nachmittag einbezogen: Die Senioren und Seniorinnen dürfen sie streicheln, kleine Kommandos geben oder einfach ihre Nähe genießen. Selbst bei zurückhaltenden Personen lösen die Hunde oft spontane emotionale Reaktionen aus und bringen so Momente der Verbundenheit und Freude in den Alltag. Auch bei Menschen mit Demenz zeigen die Hunde eine positive Wirkung.
„Die Hunde wecken Erinnerungen an eigene Haustiere, fördern Gespräche und bringen selbst schweigsame Bewohner und Bewohnerinnen zum Lächeln“, berichtet Einrichtungsleiterin Tanja Herkel begeistert. „Das war für uns alle ein besonderes Erlebnis.“ Diese Kooperation beim praktischen Teil der Ausbildung zeigt, wie wertvoll solche Begegnungen für alle Beteiligten sind, – und macht Lust auf weitere ehrenamtliche Besuche.


