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Die Reise führte aufs Treppchen

Triathlet Michael Lofink läuft in Samorin ins Ziel

Mosbach/Samorin. Erfolgreiche Reise für Michael Lofink: Bei seinem zweiten Start bei der „Challenge Samorin“ in der Slowakei gelang dem 45-jährigen Special-Olympics-Triathleten der Johannes-Diakonie der Sprung aufs Treppchen. Am Ende erreichte er bei der „Special Olympics European Open Triathlon Competition 2026“ in seiner Altersklasse Platz zwei auf der Sprintdistanz nach 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Auch im Gesamtergebnis gelang ihm der Sprung unter die besten zehn Athleten.

Der Wettbewerb für Sportlerinnen und Sportler mit sogenannter geistiger Behinderung findet im Rahmen der renommierten „Challenge Samorin“ statt, bei der rund 2000 Triathleten – darunter zahlreiche Profis – aus aller Welt zusammenkommen und sich auf verschiedenen Distanzen messen. Für Lofink war es nach seinem internationalen Debüt mit Platz fünf im Vorjahr sein zweiter Start in der slowakischen Kleinstadt. Und das am Ende mit einem deutlich erfolgreicheren Abschluss: Mit seiner Zeit von 1:33:20 verbesserte er sich um stolze 7:30 Minuten. Besser war in seiner Altersklasse nur der Amerikaner Sergio Sergio, den Finnen Leevi Salmi auf dem dritten Platz ließ Lofink knapp hinter sich.

„Das war kein einfaches Rennen“, resümierte der Mosbacher mit der Silbermedaille um den Hals. Er war von Special Olympics Deutschland als einer von fünf Athleten für den Wettbewerb in Samorin nominiert worden. Fand das Schwimmen im Kanal noch bei angenehmen Temperaturen statt, zehrten die warmen Lufttemperaturen an den Kräften der Athleten. Umso glücklicher zeigte er sich vom Ergebnis: „Ich kann das kaum glauben, das Daumendrücken aller zu Hause hat geholfen.“ Die Vorbereitung durch Einheiten mit der inklusiven Schwimm-Trainingsgruppe um Trainerin Claudia Geiger und Ex-Triathlon-Profi Timo Bracht im Eberbacher Schwimmbad, durch Radrunden im Odenwald, durch Läufe unter anderem mit der inklusiven Laufgruppe der Johannes-Diakonie in Mosbach und durch Trainingseinheiten im Kraft-Werk Schwarzach hatten sich also ausgezahlt.

Dabei diente die „Challenge“ in Samorin nur als Vorwettkampf für die Nationalen Spielen von Special Olympics im Saarland. „Ich wollte testen, wo ich stehe“, sagt der 45-Jährige. Mitte Juni startet er bei den Deutschen Meisterschaften erneut auf der Triathlon-Sprint-Distanz, außerdem beim Straßenrennen auf dem Rad. Und das als Botschafter für inklusiven Sport. Denn Lofink wird gemeinsam mit seinem Unified-Tandem-Partner Harald Ernst auf Medaillenjagd gehen. Das Ziel dort für beide: So gut wie möglich abschneiden, um sich den Traum von einer Teilnahme an Weltspielen zu erfüllen. Die Nationalen Spiele dienen als Grundlage für die Nominierung für die Weltmeisterschaft in Santiago de Chile im Oktober 2027. Das könnte dann also eine weitere erfolgreiche Reise werden.

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