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Passgenaue Hilfe sicherstellen

Die Johannes-Diakonie bereitet sich intensiv auf die Veränderungen vor, die das Bundesteilhabegesetz für die Behindertenhilfe mit sich bringt. Ihre Erwartungen an die künftige Bedarfsplanung hat sie in einem Positionspapier zusammengefasst. (Bild: Diakonie/Kathrin Harms)

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Bundesteilhabegesetz: Auf neuen Wegen

Personenzentriert, individuell und zielorientiert: So lauten wichtige Grundsätze der Begleitung von Menschen mit Behinderung. Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) setzt diese Forderungen konsequent um und verändert die Arbeit von Einrichtungen der Behindertenhilfe grundlegend.

Auch in der Johannes-Diakonie Mosbach sind von den Wohnangeboten und Werkstätten bis hin zur Verwaltung nahezu alle Bereiche von dem Gesetz betroffen. Um das Unternehmen auf diese Veränderungen vorzubereiten, wurde ein eigenes Projekt zum BTHG angestoßen. Inzwischen kümmern sich fünf Fachteams unter einer gemeinsamen Projektleitung darum, die Johannes-Diakonie für das BTHG fit zu machen, etwa durch ein gemeinsames Planspiel mit dem Neckar-Odenwald-Kreis, bei dem am Beispiel von mehreren Personen mit Behinderung die künftige Bedarfsplanung durchgespielt wird.

Über das Planspiel und ihre vielen weiteren Schritte hinein in die neue Welt der Behindertenhilfe berichtet die Johannes-Diakonie regelmäßig in ihren Publikationen, etwa in der Zeitschrift „Journal“. 

 
 

Positionspapier der Johannes-Diakonie Mosbach zum BTHG

Das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz) wurde am 23. Dezember 2016 vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Das Bundesteilhabegesetz hat die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Teilhabeeinschränkungen unter Beachtung der UN-Behindertenrechtskonvention zum Ziel. Besonders die Stärkung der Rechte auf Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie die Entwicklung der Eingliederungshilfe von einem Fürsorgesystem zu einem modernen Teilhaberecht sollen verfolgt werden. Leistungen für Menschen mit Teilhabeeinschränkungen sollen personenzentriert erbracht werden und sich damit noch stärke als heute am persönlichen Bedarf des Einzelnen orientieren.

Die Johannes-Diakonie Mosbach begrüßt diese Ziele, unterstützt sie aktiv und trägt sie in vollem Umfang mit. Mit dem Bundesteilhabegesetz werden die bereits angestoßenen und notwendigen Perspektivwechsel in der Eingliederungshilfe konsequent weiterverfolgt. Die über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern überwinden und kontinuierlich sowie ortsunabhängig inklusive Rahmenbedingungen herstellen. Wir leisten so unseren Beitrag zur Herstellung von Normalität und möglichst gleichen Lebensverhältnissen. Unsere Leistungen gestalten und erbringen wir durch personenzentrierte und stärkenorientierte Assistenz.

Um dies zu erreichen, müssen wir ein ebenso verlässlicher wie leistungsfähiger Anbieter von Teilhabeleistungen bleiben. Bei der Umsetzung des Gesetzes ist darauf zu achten, schlanke, handhabbare und effiziente Prozesse und Strukturen zu gewährleisten. Es muss sichergestellt werden, dass die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen, um Menschen mit Teilhabeeinschränkungen adäquat assistieren zu können.

Grundsätzlich notwendig für personenzentrierte Dienstleistungen sind stabile wirtschaftliche Verhältnisse der Leistungsanbietenden, die durch gerechte Verträge mit den Leistungsträgern sichergestellt werden. Neben einer auskömmlichen Leistungsvergütung müssen gleichzeitig Mittel zur Weiterentwicklung sowie für Investitionen und Innovationen zur Verfügung stehen.

Wir nehmen auch unter den neuen Rahmenbedingungen unseren diakonischen Auftrag wahr. Es gilt weiterhin, Menschen mit Teilhabeeinschränkungen in ihrem selbstbestimmten Lebensalltag passgenau zu assistieren und öffentlich für deren Interessen einzutreten.

Ich helfe Ihnen gerne

Rosemarie Jany
Projektleitung BTHG

06261 88-1408
Kontaktformular

Martin Holler
Projektleitung BTHG

06261 88-727
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