
Mosbach. 75 Fachkräfte aus dem Pflege- und Erziehungsdienst von Kinder- und Jugendpsychiatrien sind in Mosbach zu ihrem jährlichen Treffen zusammengekommen. Gastgeberin war die Diakonie-Klinik Mosbach, die zur Johannes-Diakonie gehört. Der Fachtag der jeweiligen Landesarbeitsgemeinschaften in Baden-Württemberg und Bayern bietet Fachkräften aus ganz Süddeutschland eine Plattform für Austausch, fachlichen Input und der Vernetzung und hat viel Strahlkraft entwickelt, wie bei der Begrüßung deutlich wurde. Sogar aus dem entfernten Rosenheim hatten sich Teilnehmende auf den Weg nach Mosbach gemacht.
Nach der Begrüßung durch den Vorstand der Johannes-Diakonie, Dr. Martin Holler, den Ärztlichen Direktor der Diakonie-Klinik und Chefarzt der dortigen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. Karsten Rudolf, und den Pflegedienstleiter und Organisator der Veranstaltung, Wolfgang Schweikert, standen zwei Impulsvorträge auf der Agenda: Zum Thema „Digitalisierung unserer Welt: Chancen und Risiken für junge Menschen“ spannte Dr. Rudolf eindrücklich den Bogen von den Auswirkungen der Digitalisierung auf die psychische Gesundheit von Kindern- und Jugendlichen, über Präventionsmöglichkeiten bis hin zu pädagogische und therapeutische Handlungsansätzen im Alltag der Kliniken. Die Psychologin Saskia Rauh referierte anschließend zum Thema „Resilienz“. Sie zeigte auf, wie Mitarbeitende ihre psychische Widerstandskraft stärken können, um in der täglichen, unter Umständen belastenden Arbeit mit Kinder- und Jugendlichen zu bestehen. Eine Kernidee des Vortrags: Das Miteinander im Team kann zur Stärkung von Resilienz eines jeden Einzelnen beitragen.
Nach einem Buffet hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in Workshops ihr Wissen zu vertiefen. Das Angebot umfasste ein breites Spektrum von therapeutischen Angeboten bis zu neuen Behandlungsmethoden. Dazwischen gab es viel Gelegenheit zu Vernetzung und Austausch, „eines der wichtigsten Ziele der Fachtagungen“, wie Wolfgang Schweikert betonte. Die geografische Vielfallt der teilnehmenden unterstrich die überregionale Bedeutung des Fachtages als wichtige Plattform für Vernetzung und Wissensaustausch. Ein sehr großes Interesse an einer Führung durch die Klinik, die vor 10 Jahren als Neubau bezogen worden war, und viel Lob für die Organisation unterstrichen am Ende die positive Resonanz der diesjährigen Fachtagung.


