... stark für Menschen

„Es macht Spaß und hilft der Natur!“

Bürgermeister Mathias Haas und eine Gruppe ehrenamtlicher Müllsammler aus der Johannes-Diakonie stehen auf einem Waldweg.
Schwarzachs Bürgermeister Mathias Haas (l.) besuchte die Gruppe um die Johannes-Diakonie-Mitarbeitenden Anton Klincharski (3. v. l.) und Muhlis Eroglu (r.), die regelmäßig Wald und Wiesen rund um Schwarzach von Müll befreit.

Schwarzach. Ein herrlicher Sommermorgen. Idyllischer als in dem Wald- und Wiesenstück am Jungholzweg auf Schwarzacher Gemarkung könnte es kaum sein. Eine kleine Gruppe von Gestalten in leuchtenden Warnwesten bewegt sich auf dem Forstweg vorwärts und sorgt dafür, dass kein Müll das Naturidyll verunziert. Alle kommen aus dem Wohnangebot für Menschen mit Behinderung, das die Johannes-Diakonie an ihrem Standort in der Ringstraße 26 betreibt. Und Müll zu sammeln ist für das tatkräftige kleine Team eine sinnstiftende und zugleich gesunde Betätigung geworden.

„Wir haben vor einigen Jahren als reine Wandergruppe begonnen“, berichtet Anton Klincharski, der im Haus Ringstraße 26 als Fachkraft arbeitet. „Ich habe überlegt, wie ich das Interesse und die Begeisterung unserer Bewohnerinnen und Bewohner für die Natur aufgreifen kann. Bei unseren Ausflügen hat uns der herumliegende Müll gestört, und wir haben einfach Müllsäcke mitgenommen, um ihn einzusammeln.“ Aus dieser Idee hat Klincharski mit seinem Kollegen Muhlis Eroglu ein pädagogisches Projekt gemacht. „Wir haben unsere Klienten geschult, ihnen vermittelt, warum es wichtig ist, Natur und Umwelt sauber zu halten – und alle haben Spaß dabei“, erzählt er lächelnd.

Inzwischen sind vier Menschen mit Behinderung, die die Tagesförderstätte im Haus besuchen, regelmäßig bei den Müllsammel-Touren dabei. Das Team hat sich professionell ausgestattet. Außer Wanderkleidung tragen sie knallige Warnwesten und arbeiten mit praktischen Kneifzangen, um Plastikflaschen, Kronkorken und Zigarettenkippen einzusammeln. „Es macht Spaß, ist gesund, hilft mir und der Natur“, schwärmt einer der Müllsammler und fügt stolz hinzu. „Letztes Jahr sind wir sogar einmal 23 Kilometer gelaufen.“

So viel Einsatz für die Natur rund um die Gemeinde Schwarzach freut auch Bürgermeister Mathias Haas, der sich jetzt extra die Zeit nahm, die Truppe aus der Johannes-Diakonie auf ihrer Tour zu besuchen und ihr für ihren Einsatz zu danken. „Ich bin begeistert von Ihrem Engagement“, so der Verwaltungschef. „Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Teilhabe und Teilgabe, also Einsatz für die Gesellschaft, gelebt werden können. Eine bemerkenswerte Aktion und tolle Botschaft.“

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