... stark für Menschen

Dank für viele Extrameilen in der täglichen Arbeit

Preisträgerinnen und -träger des Hornig-Preises 2026 vor dem fideljo
Die Preisträger und -trägerinnen des diesjährigen Manfred und Irmgard Hornig-Preises vor dem fideljo.

Mosbach. Das gab es noch nie: Beim Manfred und Irmgard Hornig-Preis 2026 für besonders engagierte Mitarbeitende der Johannes-Diakonie begeisterten zwei Vorschläge die Jury gleichermaßen. Und so wurden bei der Verleihung im fideljo erstmals zwei zweite Preise vergeben. Die Auswahl war den Juroren und Jurorinnen schwergefallen, denn mit 13 Bewerbungen gab es eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen, sodass die Preisverleihung unter Moderation von Isabel Seils (Fundraising der Johannes-Diakonie) von Anfang an viel Spannung versprach. Der Preis ist benannt nach inzwischen verstorbenen Förderern der Johannes-Diakonie, dem Ehepaar Manfred und Irmgard Hornig.

Mit dem Manfred und Irmgard Hornig-Preis werden seit 2013 Mitarbeitende der Johannes-Diakonie für besonderes Engagement im Einsatz für Menschen mit Behinderung geehrt, wie Horst Hornig nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Johannes-Diakonie, Martin Adel, für die Stifterfamilie erklärte. „In unserer Gesellschaft wächst der Wunsch eine sinnvolle Arbeit zu tun. Da hat die Johannes-Diakonie viel zu bieten.“ Vor der Verleihung hatte die Bläserklasse des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums musikalisch auf den freudigen Anlass eingestimmt.

So knapp das Rennen um Platz zwei, so klar die Entscheidung über den Gewinner, oder besser: die Gewinnerin. Jessica Rößner, Mitarbeiterin im Wohnangebot der Johannes-Diakonie in Meckesheim, wurde mit dem ersten Preis geehrt. Sie sei seit Bezug des Hauses 2018 „für unser Haus in Meckesheim eine Bank“, erklärt eine sichtlich stolze Laudatorin und Regionalleiterin Yvonne Jelinek. Rößner sei nicht nur wichtige Bezugsperson für viele der intensivpädagogisch begleiteten Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch eine Türöffnerin in den Sozialraum und Organisatorin von Reisen und anderen Aktivitäten sowie zusätzlich noch Ersthelferin und Tutorin für Auszubildende.

Das erste von zwei zweitplatzierten Teams stellte der Leiter der Unternehmenskommunikation, Michael Walter, vor, allerdings in seiner Funktion als Projektleiter „Teilhabe durch Sport“. Denn mit der Auszeichnung wurde das Trainerteam der Bowling AG gewürdigt für „unermüdlichen Einsatz und Engagement“, wie Walter erklärte. Auf seiner 18 Jahre währenden „Deutschlandreise mit internationalen Ausflügen", bei Wettkämpfen wie auch beim inklusiven Training im „Rock n`Bowl“ in Obrigheim sei das Team ein vorbildlicher Repräsentant der Johannes-Diakonie. Einziger Wermutstropfen: Die so gelobten Nicole Fiederer, Klaus Finkbeiner und Achim Schwind konnten den Preis nicht persönlich entgegennehmen. Bezeichnenderweise waren sie mit dem Bowling-Team der Johannes-Diakonie bei den Nationalen Spielen von Special Olympics im Saarland.

Eng mit der Geschichte des Hornig-Preises verknüpft sind die ebenfalls zweitplatzierten Leiter und Leiterinnen der „Bubble Drummers“. Die Musik- und Showgruppe aus dem Wohnangebot „Zum kleinen Roth“ in Buchen wurde von einer vor Jahren schon ausgezeichneten Gymnastikgruppe inspiriert, wie Laudator und Regionalleiter Tobias Albrecht berichtete. Aus den früheren „Rockentchen“ und „Drums for Life“ wurden die „Bubble Drummers“ mit ihren charakteristischen bunten Gymnastikbällen, auf denen sie bei ihren Auftritten zum Klang von gängigen Musikhits trommeln. „Sie begleiten die Truppe mit ganz großem Engagement“, sagte Tobias Albrecht an die ausgezeichneten Tanja Holzschuh, Verena Kaufmann und Sascha Link gewandt.

Die drei Bestplatzierten teilen sich das Preisgeld der Manfred und Irmgard Hornig-Stiftung von insgesamt 4000 Euro. Ausgezeichnet durften sich aber an diesem Abend alle Nominierten fühlen, wie Johannes-Diakonie-Vorstand Dr. Martin Holler betonte. „Alle eingereichten Teams und Mitarbeitende sind richtig klasse“, sagte Holler. „Danke, dass Sie bereit sind, bei der täglichen Arbeit diese Extrameilen zu gehen.“ Als süßen Lohn erhielten die Nominierten des Hornig-Preises ein Glas Honig aus Blumen der Johannes-Diakonie.

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