
Gedenk-Ort Maria-Zeitler-Pfad
Der Maria-Zeitler-Pfad in Mosbach ist ein Lehrpfad. Der Pfad erklärt die NS-„Euthanasie"
Wer war Maria Zeitler?
Maria Zeitler war eines der 262 Opfer der NS-„Euthanasie“ aus der heutigen Johannes-Diakonie. Sie war das einzige Opfer, das auch in Mosbach geboren wurde. Maria Zeitler erkrankte im Alter von 3 Jahren an Hirnhaut-Entzündung. Sie überlebte, es blieb aber eine Behinderung. Am 17. September 1940 wurde sie in die Tötungsanstalt Grafeneck gebracht. Das war einen Tag nach ihrem 29. Geburtstag.

Maria Zeitler wurde in der ersten Phase der NS-„Euthanasie“ ermordet. Zusammen mit 217 weiteren Opfern. Die Opfer wurden im September 1940 abgeholt. Im November 2013 wurde für Maria Zeitler ein Stolperstein verlegt. Der Stolperstein liegt vor ihrem Elternhaus in Mosbach.
Was ist der Maria-Zeitler-Pfad?
Der Maria-Zeitler-Pfad beginnt auf dem Maria-Zeitler-Platz.
Der Platz ist zwischen der Hauptverwaltung und der Johanneskirche.
Der Pfad hat 7 Stationen und geht durch das Gelände der Johannes-Diakonie in Mosbach.
Der Pfad hat keine Treppenstufen oder andere Barrieren.
Aber er ist nicht barrierefrei, weil es manchmal sehr steil ist.
Der Pfad ist 1250 Meter lang und geht über 35 Höhenmeter.
Wer macht die Führungen?
Die Führungen machen Lotsen-Tandems.
Das heißt, es gibt immer 2 Personen.
Eine Person arbeitet in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).
Die andere Person arbeitet ehrenamtlich.
Zusammen erklären sie den Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der NS-„Euthanasie“.

Fragen? Wir helfen gerne!
Richard Lallathin
Pfarrer der Johannes-Diakonie












