
PRESSEINFORMATION vom 4. Oktober 2006
Schwarzach. Und wieder einmal war das Wetterglück den Schwarzachern hold. Beim Erntedank- und Herbstfest des Schwarzacher Hofes der Johannes-Anstalten Mosbach am vergangenen Sonntag dräuten zwar dunkle Wolken am Firmament. Regengüsse blieben dem wie immer sehr gut besuchten Fest aber erspart.
Vielleicht war es der Respekt vor gleich vier „Geburtstagskindern“, der die Regenwolken vorbeiziehen ließ. Denn mit dem Therapeutischen Reiten (30 Jahre), den Schwarzacher Werkstätten (25 Jahre), dem Kunst-Werk-Haus (10 Jahre) und nicht zuletzt der siebzigjährigen Zugehörigkeit des Schwarzacher Hofes zu den Johannes-Anstalten gab es eine Menge zu feiern.
Der Tag begann mit einem Erntedankgottesdienst im festlich geschmückten Luthersaal. Er wurde vom Posaunenchor Aglasterhausen/Schwarzach unter der Leitung von Frieder Wittmann sowie an der Orgel von Gottfried Broschwitz begleitet. Pfarrerin Erika Knappmann stellte den gesamten Prozess vom Korn zum Brot mit Hilfe von Bildern in den Mittelpunkt. In ihrer Predigt appellierte sie an die Gottesdienstbesucher, auch in guten Zeiten für Gottes Gaben zu danken, nicht nur für die Lebensmittel, auch für den Frieden in unserem Land, für die Arbeitsstelle und die Kraft, die Gott gebe, um anstehende Aufgaben zu bewältigen.
Auch Geschäftsführer Reinhard Adler richtete sein Wort anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des Schwarzacher Hofs als Teil der Johannes-Anstalten Mosbach an die Gottesdienstbesucher. Er dankte allen, die in dieser Zeit hier lebten und wirkten und den Bewohnern auch in schweren Zeiten Not beistanden. Ebenso dankte er allen engagierten Politikern, voran Bürgermeister Theo Haaf, der den Bürgern des Schwarzacher Hof seine ganz besondere Fürsorge zukommen lasse.
Adler würdigte auch das Wirken von Kurt Rother. Dieser habe in der Nachkriegszeit als Leiter des Schwarzacher Hofes und als Vorstandsvorsitzender der Johannes-Anstalten Mosbach wichtige Pionierarbeit geleistet und den Schwarzacher Hof sowie andere Standorte nachhaltig geprägt.
Anschließend herrschte auf dem gesamten Gelände des Schwarzacher Hofes ein buntes Festtreiben. Im Fokus der Aufmerksamkeit standen natürlich die „Jubilare“: Vor dreißig Jahren wurde mit dem Beginn des Therapeutischen Reitens Pionierarbeit geleistet. Fünf Jahre später wurde das heutige Gebäude der „Schwarzacher Werkstätten“ eingeweiht, deren eigentliche Geschichte aber bis in die Anfänge der Johannes-Anstalten Mosbach vor mehr als 125 Jahren zurückreicht. Mit dem Kunst-Werk-Haus in der ehemaligen Aussegnungshalle wurde vor zehn Jahren ein Projekt für künstlerisch begabte Menschen mit Behinderungen ins Leben gerufen, das inzwischen dank zahlreicher Ausstellungen für überregionales Aufsehen sorgt.
Und über allem stand die siebzigjährige Zugehörigkeit des Schwarzacher Hofes zu den Johannes-Anstalten, einst gedacht als Zweigbetrieb für, wie es im damaligen Sprachgebrauch hieß, „blöde Jungen und Mädchen“, die als nicht bildungsfähig galten. Aus schwierigen Anfängen und trotz katastrophaler Einschnitte durch den Terror des Nationalsozialismus entwickelte sich eine blühende Teileinrichtung der Johannes-Anstalten, in der heute weit über 1.000 Menschen mit Behinderungen leben, arbeiten, zur Schule oder in den Kindergarten gehen.
Viele hundert Festbesucher waren Lohn der Mühen bei den umfangreichen Vorbereitungen des Festes, das mit seiner bewährten Mischung aus Information und Unterhaltung wieder ins Schwarze traf. Stets umlagert waren die zahlreichen Stände mit einem üppigen Angebot an Kulinarischem und Selbstgemachtem. Viel zu sehen, hören, riechen und fühlen gab es im Sinnesgarten, wo besonders das neue „Klanghaus“ Objekt allgemeiner Bewunderung war. Kutsche und Minibahn waren wie immer sehr beliebt und fast pausenlos im Einsatz.
Die SF Band Schwarzach, die Fanfarengilde Bad Rappenau und der Musikverein Waibstadt ließen sich auch dann nicht aus dem Takt bringen, wenn sich ein ganzer Pulk von „Dirigenten“, sprich musikbegeisterter Schwarzacher Hof-Bewohner vor ihnen versammelte. Bewährt hat sich auch einmal mehr die Freiwillige Feuerwehr Schwarzach, die bei der Parkplatzregelung stets den Überblick behielt.
PRESSEINFORMATION vom 6. Oktober 2006
Mosbach. Die Johanneskirche in den Johannes-Anstalten Mosbach wird am Sonntag, 22. Oktober, um 14.30 Uhr wieder Gastgeberin für die versammelten evangelischen Kirchenchöre des Kirchenbezirks Mosbach sein.
Etwa alle drei Jahre lädt Bezirkskantor Bernhard Monninger die seit vielen Jahren erfahrenen Chorsängerinnen und Chorsänger zwischen Haßmersheim, Waldkatzenbach, Schefflenz, Elztal usw. zu einem gemeinsamen Bezirksgesangstag ein. Neben dem vereinten Singen erprobter Chorstücke tut es den rund 200 Sängerinnen und Sängern gut, die Gemeinschaft mit anderen Chören zu erleben und sich gesellig auszutauschen.
Unterstützt werden die zehn angemeldeten Chöre des Bezirks bei der Gestaltung des geistlichen Konzerts und der Andacht von den Bezirksbläsern, ebenfalls unter Leitung von Bezirkskantor Bernhard Monninger. Die geistliche Gestaltung des Nachmittags liegt bei Birgit Lallathin, Pfarrerin der Johannes-Anstalten Mosbach.
Im Anschluss an das geistliche Konzert sind die Chöre zur Erholung und zum freundschaftlichen Plaudern bei Kaffee und Kuchen im Speisesaal der Johannes-Anstalten eingeladen.
Das gemeinschaftliche Singen im Chor ist eine der großen Volksbewegungen in Deutschland und eine nicht zu unterschätzende Stütze der Gemeindearbeit.
Das Konzert ist öffentlich bei freiem Eintritt. Alle am Chorgesang Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.
PRESSEINFORMATION vom 12. Oktober 2006
Mosbach. Die betriebliche Gesundheitsförderung wird für alle Unternehmen ein zunehmend wichtiges Thema. Auf das Wissen und die Erfahrung älterer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wird man künftig nicht verzichten können, und das Eintrittsalter in den Ruhestand wird schon jetzt sukzessive erhöht. Die Johannes-Anstalten Mosbach nehmen diese Zeitzeichen sehr ernst.
In der soeben erschienenen Broschüre „Betriebliche Gesundheitsförderung 2007/2008“ werden Vorträge, Kurse zu Bewegung, Entspannung und Ernährung, kombinierte und Zielgruppenangebote wie „Rücken spezial“, „Dem Herzen zuliebe“, „Gehandikapt“ und „Frauen spezial“ angeboten. Die Krankenkassen AOK, BEK, DAK und GEK sind Kooperationspartner, unterstützen das Vorhaben und bezuschussen die Maßnahmen ihrer Versicherten.
Zum Auftakt des Vortragsprogramms sprach am Mittwoch, 11. Oktober, Dr. Christian Keuneke, Kardiologe, Nephrologe und Oberarzt im Kreiskrankenhaus Mosbach, zum Thema „Herz-Kreislauf-Training“. Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien mittlerweile in den westlichen Industrieländern die Todesursache Nummer eins. Alltagsstress, unregelmäßiges Essen und mangelnde Bewegung seien die wesentlichen Ursachen.
Keuneke stellte Untersuchungsergebnisse vor, denen zufolge ein deutlich niedrigeres Erkrankungsrisiko bestand, wenn ein regelmäßiges Herz-Kreislauftraining durchgeführt wurde. Dieses „Allroundmittel“ wirke positiv auf Herz, Gefäße, Muskeln, Körpergewicht und Hormone und steigere merklich die Laune. Der Referent gab wichtige Hinweise, den individuell richtigen Belastungsgrad zu finden und die Wirkung von Herz-Kreislauf-Medikamenten zu berücksichtigen.
Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung der Johannes-Anstalten Mosbach finden noch folgende Vorträge statt:
7. November 2006: „Stress reduzieren und gesund schlafen“, Gabriele König, Ergotherapeutin
16. Januar 2007: „Der gesunde Bildschirmarbeitsplatz“, Torsten Zimmermann, Sportpädagoge
25. Januar 2007: „Sucht in Betrieb, Schule und Familie“, Karl Pfeil, Fachstelle Sucht im NOK
6. Februar 2007: Psychische Krankheiten und Arbeitsbelastung, Gabriele König, Ergotherapeutin
20. März 2007: „Trends beim Essen und Abnehmen – welche sind wirklich sinnvoll?, Birgit Blumenschein, Diätassistentin, Dipl.-Medizinpädagogin
An allen Vorträgen kann die interessierte Öffentlichkeit unentgeltlich teilnehmen. Telefonische Anmeldung unter 06261/88-390.
PRESSEINFORMATION vom 16. Oktober 2006
Mosbach. Zum ersten Mal in ihrer über 125-jährigen Geschichte haben die Johannes-Anstalten Mosbach Menschen mit Behinderungen geehrt, die seit 25, 30, 40 oder sogar 50 Jahren bei ihnen wohnen. Dies soll künftig jedes Jahr geschehen, womit eine Anregung des Heimbeirats, das Mitbestimmungsorgan der Heimbewohner, aufgegriffen wurde.
Der Erntedankgottesdienst in der schön geschmückten Johanneskirche bot den idealen Rahmen für diese Feier. In ihrer Predigt verglich Pfarrerin Birgit Lallathin die Jubilare mit den Bäumen, die aus kleinen Anfängen reifen und wachsen durften. Bei manchen der Jubilare sei es sogar ein Wunder, groß geworden zu sein, widrige Umstände, schwere Krankheiten oder sogar den Hass der Umwelt, z.B. zur Zeit des Nationalsozialismus, überlebt zu haben. „Es ist nicht die eigene Kraft, die Leben schenkt. Machen wir uns das immer klar“, bekräftigte sie. Für keinen sei das Leben selbstverständlich.
Was die Jubilare in all den Jahren erlebt haben, darüber dachte Sandra Breunung vom Heimbeirat nach. Die Selbstbestimmung der Bewohner habe immer mehr Gewicht bekommen, das bedeute aber auch, „dass wir mehr Verantwortung für uns übernehmen müssen“.
Geschäftsführer Reinhard Adler dankte den Jubilaren, man könnte auch sagen Kunden, dafür, dass sie den Johannes-Anstalten so lange die Treue gehalten hätten. Gerade unter dem Druck starker sozialpolitischer Veränderungen und „angesichts einer drohenden Kultur der Entsolidarisierung“ wollten die Johannes-Anstalten auch weiterhin anwaltschaftlich, beratend und unterstützend für sie tätig sein – „damit all das möglich bleibt, was wir vor über 125 Jahren begonnen haben“, so Adler.
Aus der Hand von Geschäftsführer Reinhard Adler, Pfarrerehepaar Birgit und Richard Lallathin, dem stellvertretenden Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen, Manfred Amend, und Heimbeirat Rudi Neubert erhielten folgende Jubilare 2006 der Standorte Mosbach, Buchen und Hettigenbeuern eine Urkunde:
25 Jahre: Helga Geyer, Stephanie Häkel, Sebastian Holler, Gerhard Hummel, Can Kaya, Uwe Kimmel, Sybille Knobloch, Marion Kröster, Tanja Müller, Sotiris Pukis, Petra Wach, Hanns Thomas Weiß, Armin Wirth, Silke Zuffinger.
30 Jahre: Gudrun Auer, Linda Barcik, Ralf Baumgartner, Heike Bernecker, Gisela Bundschuh, Karen Eilers, Andrea Feurer, Erika Fuchs, Anette Grether, Kurt Guthier, Dorothee Hindinger, Susan Jäger, Marion Koller, Sabine Link, Edith Löschinger, Johannes Müller, Petra Neuhaus, Reiner Ries, Birgit Sadlo, Dorothee Svoboda, Theodora Tsounis.
40 Jahre: Jürgen Garbicz, Petra Hacker, Franz Hertle, Thomas Kolb, Thomas Stuhl, Waltraud Theurer, Hans-Peter Zottmann.
50 Jahre: Siegfried Kaiser, Udo Klein, Annette Krastel, Mathias Reichert.
Die Jubilare am Standort Schwarzach werden am Sonntag, 22. Oktober, ebenfalls im Rahmen eines besonderen Gottesdienstes geehrt.
PRESSEINFORMATION vom 16. Oktober 2006
Schwarzach. Er ist schwarz, glatt und relativ unscheinbar. Doch wenn er in Schwingung kommt, offenbart er, was in ihm steckt. Die alten Chinesen nennen seine Klänge deshalb „Ohrenlicht“. Ein solcher Klangstein steht nun im Sinnesgarten am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach. Spender ist der Rotary Club Neckar-Odenwald-Kreis. Am vergangenen Sonntag wurde Einweihung gefeiert.
Rund 500 Zuschauer haben im März den vom Rotary Club veranstalteten Vortragsabend mit dem Zen-Meister und Benediktinerpater Willigis Jäger in der Walldürner Nibelungenhalle verfolgt. Aus dem Erlös dieser Veranstaltung wurde der schwarze Granitstein aus Indien finanziert, der nun als neue Attraktion den Sinnesgarten bereichert. Im Namen des Sinnesgartenteams sagten Josef Wann und Eveline Winterbauer dafür herzlichen Dank.
Diese uralte chinesische Klangkunst sei im 20. Jahrhundert wieder neu entdeckt und in Europa eingeführt worden, erläuterte Eveline Winterbauer. Die Klangerfahrung sei Kontakterfahrung: Die Schwingung des Steines übertrage sich nicht nur auf das Trommelfell, sondern auch auf die Haut und insbesondere auf die Hände, die den Stein durch leichtes Anschlagen oder Reiben in Schwingung versetzen.
Der indische Granit sei sehr hart, dicht und in sich homogen, die besten Voraussetzungen für einen singenden Stein. Je trockener der Stein, desto reicher werde er an Klängen.
Damit er singen kann, benötigt ein solcher Stein eine Temperatur von ca. 20 Grad Celsius. Solchermaßen „auf Temperatur“ gebracht, ließ sich der 350-Kilo-Block mit dem Rotary-Emblem von Josef Wann seine außergewöhnlichen Klänge entlocken, die noch in etwa 100 Metern Entfernung zu hören sind. Und sogleich stellten die beeindruckten Rotarier eigenhändig fest, dass nur wenig Übung erforderlich ist, um den Stein zum klingen zu bringen.
INFO
Der Sinnesgarten am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach steht alles Interessierten offen. Führungen können über die Besucherbetreuung vereinbart werden, Tel. 06262/22-206 (Frau Winterbauer).
PRESSEINFORMATION vom 17. Oktober 2006
Mosbach. Noch einmal wurde es für die Special-Olympics-Teilnehmer der Johannes-Anstalten feierlich: Neun von ihnen, die am Standort Mosbach wohnen, wurden am Montag von Oberbürgermeister Michael Jann im Rathaussaal empfangen. Unter ihnen zwei Gold- und ein Bronzemedaillengewinner.
Empfänge gab es im Mosbacher Rathaus schon viele, aber: „Goldmedaillengewinner hatten wir noch nicht“, stellte OB Jann zu Beginn seiner kurzen Ansprache fest. Er freute sich, dass neben den weithin bekannten „Paralympics“ für Körperbehinderte auch Sportlerinnen und Sportler mit geistiger Behinderung mit den „Special Olympics“ eine Plattform hätten.
Wie berichtet, haben 24 Bewohnerinnen und Bewohner der Johannes-Anstalten Mosbach an den „Special Olympics National Games“ 2006 in Berlin teilgenommen und dort zwölf Gold-, vier Silber- und fünf Bronzemedaillen errungen. „Damit haben Sie mehr als abgeräumt“, zeigte sich Jann beeindruckt. Da sich seine eigenen sportlichen Erfolge in letzter Zeit auf die Teilnahme beschränkt hätten, solidarisierte sich Jann auch mit denen, für die es zu keiner Medaille gereicht hatte.
Der OB bedankte sich bei den Olympioniken, „dass Sie die Fahne für Mosbach hochgehalten haben“. Sein Dank galt aber auch den Trainern und Betreuern im Hintergrund sowie den Johannes-Anstalten dafür, dass sie die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt hätten: „Sie leisten da hervorragende Arbeit.“
Im Namen der Athletinnen und Athleten bedankte sich Geschäftsführer Reinhard Adler bei OB Jann für dieses Zeichen der Wertschätzung. Die Special-Olympics-Teilnehmer aus Mosbach sind: Disziplin Radfahren: Ricci Domenico (1x Gold), Philip Heilig (1x Gold), Anja Härting, Elena Bergen, Christian Chretz, Fehim Amet, Franz Matz, Marion Wenzel; Disziplin Tischtennis: Benno Frank (1x Bronze).
PRESSEINFORMATION vom 24. Oktober 2006
Mosbach. Die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach setzt ihre vierteljährlichen Veranstaltungen für Angehörige von geistig behinderten Menschen mit Psychiatrieerfahrung am Freitag, 27. Oktober, um 15 Uhr fort. Unter der Fragestellung „Kann Behinderung bewältigt werden?“ lautet das Thema dann: „Heim und Familie – Heimliche Konkurrenten oder Partner?“.
Referentin ist Ingrid Bolkart-Ries, Sozialpädagogin im Sozialdienst der Johannes-Anstalten Mosbach. Die Moderation hat Rolf Müller, Diplom-Psychologe an der Neurologisch-Psychiatrische Klinik Mosbach. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie dauert etwa eineinhalb Stunden und findet im Mitarbeiterspeisesaal der Johannes-Anstalten (Besprechungsraum) statt.
Angesprochen sind Angehörige von geistig behinderten Menschen, die derzeitig ambulant oder stationär psychiatrisch behandelt werden oder schon einmal psychiatrisch behandelt wurden. Von der Möglichkeit des gegenseitigen Informationsaustausches wurde bisher reger Gebrauch gemacht.
PRESSEINFORMATION vom 25. Oktober 2006
Buchen. Für eine Übergangszeit ist der Förder- und Betreuungsbereich (FuB) der Buchener Werkstätten ins Erdgeschoss der Alois-Wißmann-Schule in Buchen eingezogen. Damit war es trotz knapper Raumressourcen möglich, alle Entlass-Schüler der Wißmann-Schule aufzunehmen. In zwei Jahren, so die Pläne der Johannes-Anstalten Mosbach, soll dann der seit langem geplante Erweiterungsbau ihrer Buchener Werkstätten fertig sein.
Sechzehn behinderte Beschäftigte des FuB der Buchener Werkstätten konnten in den letzten Wochen ihre frisch renovierten Räume im Erdgeschoss der Alois-Wißmann-Schule beziehen. Zwölf von ihnen wurden bisher in den Buchener Werkstätten betreut, darunter auch sechs „Externe“, die noch in ihrer Familie wohnen, und sechs Bewohner aus dem Haus „Bergesruh“ in Hettigenbeuern. Hinzu kamen nun Anfang Oktober vier „Neue“, die bisher die Alois-Wißmann-Schule besuchten.
Neben einer gut ausgestatteten Küche mit Esszimmer gibt es drei freundliche Gruppenräume, einen Einzeltherapieraum mit Pflegeecke sowie barrierefrei ausgestattete Dusche und Toiletten. Eine Rampe am Eingang erleichtert den Zugang, und eine Fluchttüre nach außen erhöht die Sicherheit.
Bei der Eröffnungsfeier erläuterte Werkstattleiter Wolfgang Münster den Werdegang des Projektes. Da die Räume der Buchener Werkstätten weitere Aufnahmen nicht zuließen, wurde eine Zwischenlösung bis zum Einzug in den Neubau der Buchener Werkstätten gesucht. 2005 begannen die Verhandlungen mit dem Neckar-Odenwald-Kreis, der diese Räume vorschlug. Nach anfänglicher Skepsis freuten sich alle Mitarbeitenden und Beschäftigten auf die geräumigen und neu gestalteten Räume in der Alois-Wißmann-Schule. Einige Umbauten erleichterten die Umgewöhnung.
Dr. Alexander Vater, Leiter des Geschäftsbereiches Beschäftigung und Gesundheit, gratulierte sehr herzlich zur gelungenen Ausstattung der Räume. Er hob ganz besonders das Engagement des Neckar-Odenwald-Kreises bei der Raumsuche und dem Umbau hervor. Dieser Einsatz sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass dem Neckar-Odenwald-Kreis seine Bewohner mit Behinderungen am Herzen lägen.
Die Beschäftigten des FuB der Buchener Werkstätten erhalten individuelle Förderangebote. Ziele sind die Förderung der Selbstständigkeit, der Hygiene, der Konzentration sowie der sozialen Fähigkeiten. Auch die Betreuung gestaltet sich sehr individuell. So lernt der eine, sich selbst an- und auszuziehen und sich das Essen zu schöpfen, andere müssen sich daran gewöhnen, mit anderen gemeinsam in einem Raum zu essen und die Gruppe auszuhalten.
Das engagierte, multiprofessionelle Team besteht aus vier Fachkräften: zwei Heilerziehungspflegerinnen, einer Erzieherin und einem Erzieher.
PRESSEINFORMATION vom 26. Oktober 2006
Mosbach/Weinheim. Nach den Highlights der Fußball AG der Johannes-Anstalten Mosbach – Teilnahme an den deutschen Endausscheidungen in Kamen und Besuch des Finales der Behinderten-WM in Leverkusen – stand für die Mosbacher Kicker wieder der „normale“ Turnieralltag in Form des traditionellen Weinheimer Hallenturniers auf dem Plan.
Mit vier Mannschaften reisten die Mosbacher Fußballer nach Lützelsachsen. Nur die geringe Turnierkapazität verhinderte die Teilnahme einer fünften Mannschaft, was zu einigen Enttäuschungen bei Spielern führte, da sie „nur“ als Zuschauer mitfahren konnten. Zusätzlich waren auch drei Mannschaften vom Schwarzacher Hof am Start, so dass die Johannes-Anstalten ein großes Kontingent der Turniermannschaften ausmachten.
Zwei Teams kämpften in der dritten Kategorie mit unterschiedlichem Erfolg um den Turniersieg. Während Team 1 ohne Sieg nur den 10. Platz belegte und dem Motto „Hauptsache dabei gewesen“ alle Ehre machte, kämpfte sich das Team 2 mit immerhin drei Frauen in seinen Reihen bis ins Finale vor. Auch dort bot man den Gegnern aus Darmstadt die Stirn, konnte aber leider kein Tor erzielen, so dass ein Sieben-Meter-Schießen die Entscheidung bringen musste.
Hier verlor man leider sehr unglücklich mit 1:3 Toren, was einigen Spieler(inne)n doch sehr nahe ging. Doch mit Erhalt des Pokals bei der Siegerehrung war diese Trauer überwunden, und man freute sich zu Recht über den Erfolg. Diesen erkämpften sich: Domenico Ricci, Fabian Wiemer; Kurt Lenz, Patrick Winkler, Philip Heilig sowie die Amazonen Elena Berguen, Jennifer Schneider und Jennifer Rosenlehner.
In der zweiten Kategorie kämpfte die Mosbacher Mannschaft tapfer, aber die Gegner in der Vorrunde erwiesen sich als zu stark. Im Spiel um Platz 5 trumpften die Mosbacher dann aber auf und gewannen souverän mit 3:0 Toren. Über diesen Ausgang freuten sich Andreas Mertes, Andreas Lehmann, Torsten Jupe, Marian Wenzel und Christian Heiss.
Gespannt waren alle auf das Abschneiden der 1. Mannschaft, denn sie musste in der 1. Kategorie auf Grund einiger kurzfristiger Absagen ersatzgeschwächt antreten. Aber die Mannschaft überraschte positiv. Sie gewann alle vier Spiele, und selbst gegen die technisch überlegene Mannschaft aus Schwarzach gelang nach einem 0:1-Rückstand auf Grund einer sehr disziplinierten Spielweise ein umjubelter 2:1-Erfolg.
Souverän sicherte sich das Team mit 12 Punkten sowie 9:1 Toren den Turniersieg und hat damit gemeinsam mit der 4. Mannschaft aus Kategorie 3 die Qualifikation für die Baden-Württembergischen Hallenmeisterschaften im nächsten Jahr geschafft. Diesen Erfolg erreichten: Wolfgang Markl, Hans-Peter Huber, Udo Götz, Sascha Naudorf, Markus Sarkowski und Michael Hecht.
Somit war das diesjährige, wie immer sehr gut organisierte Turnier wieder eine Reise wert gewesen.
Klaus Finkbeiner
PRESSEINFORMATION vom 26. Oktober 2006
Mosbach/Buchen. Das Haus „Bergesruh“ der Johannes-Anstalten Mosbach im Buchener Stadtteil Hettigenbeuern wird bald Geschichte sein. Am Dienstag (24. Oktober) wurde mit dem symbolischen Spatenstich für das neue Wohnheim der Johannes-Anstalten eine neue Ära der Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderungen mitten in Buchen eingeläutet.
Vor sechseinhalb Jahren hätten die Planungen für den Ersatzbau begonnen, blickte Reinhard Adler, Geschäftsführer der Johannes-Anstalten Mosbach, auf einen steinigen Weg zurück. Von Anfang an hätten sich der Kreis und die Stadt intensiv eingebracht. Für dieses Engagement bedankte sich Adler sehr herzlich beim früheren Buchener Bürgermeister und jetzigen Landrat Dr. Achim Brötel und dessen Nachfolger Roland Burger: „Ohne Sie würden wir diesen Spatenstich heute nicht feiern.“
Im Gebiet „Zum Kleinen Roth“ in Buchen entsteht ein neues zeitgemäßes Wohnheim für 37 Menschen mit Behinderungen. Es ersetzt das in die Jahre gekommene Haus „Bergesruh“ im Buchener Stadtteil Hettigenbeuern. Das überalterte Gebäude ist für moderne Betreuungskonzepte nicht mehr geeignet, zudem können für Senioren keine adäquaten Angebote gemacht werden.
Wie Adler erläuterte, ist der Neubau Teil eines Wohn- und Beschäftigungskonzeptes der Johannes-Anstalten in der Region Buchen mit Fokus auf ein abgestuftes Wohnangebot und eine Erweiterung der überbelegten Buchener Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.
Nach einer geistlichen Betrachtung von Pfarrerin Birgit Lallathin, die auf dem am Tag des Spatenstichs größtenteils unter Wasser stehenden Baugelände einen symbolischen „Schatz im Acker“ gehoben hatte, bezeichnete Landrat Dr. Brötel das Projekt als einen ersten wesentlichen Mosaikstein für das Regionalisierungsprojekt Buchen. Bei allem Abschiedsschmerz der mit dem Haus Bergesruh eng verbundenen „Hettebörer“ bezeichnete er den Schritt als richtig. Damit würden die Menschen mit Behinderungen aus der Einsamkeit der „Bergesruh“ dorthin zurückgeholt, wo sie hingehörten: mitten unter die Menschen.
Brötels Dank galt allen, die das Projekt ermöglicht haben, so der Stadt Buchen und den Familien Röckel und Reuschling. Er dankte auch dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) für die Freigabe der Fördermittel und nicht zuletzt Minister Peter Hauk, der sich sehr stark dafür eingesetzt habe.
Dass die Stadt Buchen voll und ganz hinter der Maßnahme steht, unterstrich Bürgermeister Roland Burger. Die nahe gelegenen Buchener Werkstätten der Johannes-Anstalten seien zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen. Dass für deren Erweiterung die Haushaltsmittel des Landes ebenfalls freigegeben worden sind, freue ihn sehr.
Man werde für die behinderten Menschen eine neue Heimat in Geborgenheit bauen, versprach Gerhard Loew vom Architekturbüro Riehle und Partner. Seinen Worten zufolge könnte die Fertigstellung quasi als Weihnachtsgeschenk schon im kommenden Jahr erfolgen. Stolz und Freude über das neue Wohnheim drückte auch die Leiterin Kirsten Mißbach aus. Das Bläser- und Paukenensemble der Johannes-Anstalten Mosbach unter Leitung von Raphaela Peczkowski umrahmte die Feier musikalisch.
Das Bauvorhaben besteht aus drei zweigeschossigen, nicht unterkellerten Gebäuden, welche durch ein gemeinsames Erschließungselement miteinander verbunden sind. Großzügige Verglasungen prägen unter anderem den Haupteingangsbereich und tragen zu einer transparenten Gestaltung bei.
Das neue Wohnheim bietet 36 Plätze im „Kernwohnheim“ und einen Kurzzeitplatz. Zudem sind separate Räumlichkeiten für die Seniorenbetreuung vorgesehen. Hier entstehen 18 Plätze. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Neubau auf rund 3,5 Millionen Euro. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS), der auch für die Abwicklung von Landesfördermitteln zuständig ist, schießt knapp 1,6 Millionen Euro zu, darüber hinaus wenden die Johannes-Anstalten Mosbach knapp 2 Millionen Euro aus Kapitalmarkt- und Eigenmitteln auf.
PRESSEINFORMATION vom 3. November 2006
Schwarzach. 70 Absolventen der Fachschule für Sozialwesen erhielten dieser Tage im Rahmen einer Feier im Luthersaal des Schwarzacher Hofes ihre Urkunden für die Staatliche Anerkennung. 59 von ihnen sind anerkannte Heilerziehungspfleger (HEP) mit dreijähriger Ausbildung und elf Heilerziehungshelfer (HEH) mit zweijähriger Ausbildung. Einen Preis für hervorragende Leistungen ergatterten neun Absolventen. 14 Schülerinnen und Schüler absolvierten zusätzlich die Weiterbildung zum Staatlich anerkannten Übungsleiter mit der Fachrichtung Sport mit geistig behinderten Menschen.
Schulleiter Rudolf Link begrüßte insbesondere Geschäftsführer Reinhard Adler zur Feier und überbrachte die Grußworte von Bürgermeister Theo Haaf, der verhindert war. Allen Absolventen gratulierte er zu ihren beeindruckenden Leistungen. Der Unterricht der „HEPs“ summierte sich auf 1400 Schulstunden in Theorie- und Praxisfächern. Die HEH-Ausbildung umfasste 500 Schulstunden. Die Ausbildung erfolgte in enger Verzahnung von Theorie und Praxis. Nach der Abschlussprüfung folgte das Kolloquium der „HEPs“, das nach der neuen Ausbildungsordnung künftig entfällt. Die „HEHs“ absolvierten nach der Abschlussprüfung ein Anerkennungsjahr und erfüllten hiermit ebenfalls die Voraussetzung für die Staatliche Anerkennung.
In seiner Ansprache ging Link auf die Ziele der künftigen Behindertenarbeit ein. Mit dem Inkrafttreten des Sozialgesetzbuches IX habe sich ein Richtungswechsel in der Behindertenhilfe vollzogen: weg von der Fürsorge hin zu mehr selbstbestimmter Teilhabe. Neue Methoden einer individuellen Hilfeplanung würden entwickelt. Diese Maßnahmen müssten Gestaltungsspielräume mit echten Wahlmöglichkeiten in allen Lebensbereichen enthalten. Menschen mit Behinderungen würden in Zukunft selbst bestimmen können, wer sie unterstützt, z. B. im Rahmen eines „Persönlichen Budgets“, worauf ab 2008 ein Rechtsanspruch besteht. Die Einrichtungen der Behindertenhilfe, und mit ihnen die Mitarbeitenden, müssten sich auf diesen Wandlungsprozess einstellen.
Mehr Selbstbestimmung möchte auch die weltweite Bewegung „people first“, ein Zusammenschluss von Menschen mit Lern- und geistiger Behinderung. Sie fordere eine persönliche Zukunftsplanung mit dem Betroffenen und seinem sozialen Umfeld, welche die individuellen Bedürfnisse berücksichtige, im Gegensatz zur traditionellen Hilfeplanung, die sich an der Behinderung orientiere, führte Link aus.
Die Veränderungen in der Hilfeplanung veränderten auch die Einrichtungen der Behindertenhilfe und das System der Behindertenhilfe insgesamt, so Link. Somit seien die Anforderungen an Betreuer, Begleiter und damit das Berufsbild des Heilerziehungspflegers sehr stark im Wandel. Die frisch ausgebildeten Fachkräfte seien in einem ständigen Lernprozess gefordert, ihre Kompetenzen den sich verändernden Bedingungen anzupassen.
Geschäftsführer Adler gratulierte den Absolventen sehr herzlich und wünschte ihnen viel Kraft, Zuversicht und Flexibilität bei der Bewältigung ihrer Arbeit. Auch er verwies auf den Änderungsprozess in der Behindertenhilfe. Neben der Beratung, Begleitung und Assistenz erhöhe sich auch der Anteil der Pflege in der klassischen Behindertenhilfe. Mit dem Sozialministerium sei im Rahmen eines Modellprojektes eine Vereinbarung erzielt worden, eine Parallelqualifikation für Heilerziehungs- und Altenpflege zu erreichen.
Für den Berufsverband der Heilerziehungspflege und -hilfe wünschte Klaus-Peter Helmling und den Absolventen viel Glück für die Zukunft. Er bedauerte, dass in diesem Jahr die Übernahmequote der Johannes-Anstalten Mosbach niedrig sei, und ermutigte die jungen Kollegen, sich ständig weiterzubilden, um den Herausforderungen auch künftig gewachsen zu sein.
Ein herzliches Dankeschön ging an die Pianistin Julia Fuchs für die musikalische Umrahmung der Feier.
Die Staatliche Anerkennung für Heilerziehungspflege erhielten:
Heike Amberger, Jasmin Argast, Latifa Assoulouh, Regine Bauer, Stefanie Berdruna, Claudia Birkholz, Manuel Blesch, Patrick Büchele, Stefan Burckhard, Niklas Darmstadt, Thomas Ehrlich, Sabrina Farrenkopf, Lea Gardner, Andreas Geier, Christina Gibaldi, Holger Gölitz, Daniela Hauck, Andrea Hege, Anna Hiendl, Christine Hohn, Benjamin Ihrig, Nicole König, Cornelius Krämer, Matthias Kranhold, Lydia Krauß, Britta Krieger, Matthias Kunz, Fabian Lang, Kerstin Lauser, Sarah Ludwig, Carolin Mahnhardt, Stefanie Müller, Tamara Münch, Susanne Muth, Magdalena Narloch, Tim Papritz, Michaela Post, Manfred Röder, Gabriele Roidl, Nicole Rummel, Tanja Rupp, Silvana Sacco, Christiane Scherer, Simone Scherer, Julia Schlechter, Marina Schleicher, Stefanie Schork, Olga Schweizer, Michael Soult, Silvia Spandl, Alexander Stillner, Elisabeth Szusciel, Branimir Marko Vranjes, Elisabeth Wajner, Florian Wanner, Tobias Weber, Andreas Wesch, Sarah Wollnik, Marina Ziegelmüller.
Staatlich anerkannte Heilerziehungshelfer sind:
Stefan Elbert, Rahel Feulner, Stefanie Gaiser, Margrit Hirt, Mike Menzel, Maja Most, Anika Münch, Markus Nestler, Robert Scheiner, Stephanie Stritzinger, Verena Weber.
Mit einem Preis für sehr gute Leistungen wurden ausgezeichnet:
Marina Schleicher, Margrit Hirt, Michael Soult, Florian Wanner,Tim Papritz, Manuel Blesch, Claudia Birkholz, Christine Hohn und Susanne Muth.
PRESSEINFORMATION vom 6. November 2006
Mosbach. Der für Dienstag, 7. November 2006, angekündigte Vortrag „Stress reduzieren und gesund schlafen“ im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung der Johannes-Anstalten Mosbach muss leider entfallen.
Ein neuer Termin ist für März 2007 vorgesehen.
PRESSEINFORMATION vom 14. November 2006
Schwarzach. Seit vielen Jahren Tradition ist der Besuch der jeweiligen Klasse 11b des Mannheimer Liselotte-Gymnasiums auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach. Bei einer Führung durch die unterschiedlichen Bereiche lernen die jungen Leute die für sie meist unbekannte Lebens- und Arbeitswelt behinderter Mitmenschen kennen.
Ebenso traditionell ist auch die Spende, welche die Gymnasiasten zum Abschluss ihres Besuches überreichen. Schon viele Bereicherungen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Schwarzacher Hofes konnten auf diese Weise finanziert werden.
In diesem Jahr kommt die Spende über 500 Euro einem neuen Projekt des Freizeitbereiches zu Gute, dem mobilen Seilgarten. Dieser kann ganz individuell aufgebaut werden und ermöglicht in Höhen von 50 Zentimetern bis zu zwei Metern Übungen, die z.B. dem Angstabbau und dem Teamwork dienen, erläuterte Reinhold Winterbauer, Leiter des Freizeitbereiches. 2007 soll der mobile Seilgarten in Betrieb genommen werden.
Daher kommt die Spende, die Julia Badura und Tobias Haag überreichten, gerade richtig. Marianne Holzwarth vom Geschäftsbereich Wohnen bedankte sich herzlich dafür und auch für die Treue der Liselotte-Gymnasiasten zum Schwarzacher Hof. „Nächstes Jahr sind wir wieder da“, versprach Lehrerin Inge Reimann. Gefragt nach den Erfahrungen der Schüler auf dem Schwarzacher Hof, erhielt die Aussage „toll, wie offen die hier waren“ allgemeine Zustimmung.
PRESSEINFORMATION vom 14. November 2006
Mosbach. Zum nächsten Treffen der Angehörigengruppe unter Leitung von Dipl.-Psychologin Renate Reber und Stationsarzt Wolfram Weiß lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach Angehörige psychisch kranker ehemaliger und anderer Patientinnen und Patienten ein. Es findet statt am Dienstag, 21. November, von 15 bis 17 Uhr im Besprechungsraum der Neuropsychiatrischen Station, Zimmer 310 im dritten Stock der Klinik. Die weiteren Treffen sind an jedem dritten Dienstag im Monat.
Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über verschiedene Krankheitsbilder und den Umgang mit psychisch Erkrankten. Die Gruppe ist jederzeit für neue Mitglieder offen. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 06261/88-300, Sekretariat der Klinik.
PRESSEINFORMATION vom 20. November 2006
Mosbach. Einer langen Tradition folgend, laden die Johannes Anstalten auch in diesem Jahr wieder zu ihrem Weihnachtsmarkt am Standort Mosbach ein. Er findet am 1. Adventswochenende (2./3. Dezember) in der Turnhalle und auf dem Vorplatz der Johannesberg Schule statt. Zahlreiche liebevoll dekorierte Stände und Buden sowie ein kleines Rahmenprogramm erwarten die Besucher an beiden Tagen.
Markteröffnung ist am Samstag, 2. Dezember, um 11.30 Uhr mit dem Bläser- und Paukenensemble der Johannes-Anstalten Mosbach unter der Leitung von Raphaela Peczkowski in der Schulturnhalle. Ab 15 Uhr schließen sich in der Turnhalle und auf dem Vorplatz Adventschoräle des evangelischen Posaunenchors Mosbach unter der Leitung von Bernhard Monninger an.
Am Sonntag, 3. Dezember, beginnt der Weihnachtsmarkt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst zum 1. Advent in der Johanneskirche. Die Chöre HarmoNixen und Troubadix unter Leitung von Friedemann Buhl sowie der Singkreis und die Orffgruppe der Johannesgemeinde unter Leitung von Peter Bechtold gestalten diesen Gottesdienst musikalisch mit.
Am Nachmittag (15 Uhr) lädt die Theatergruppe „Zirkus Klingelini“, der Mitmachzirkus des Kinder- und Jugenddorfes Seckach, zum Spiel „Einmal um die ganze Welt“ unter Leitung von Thomas Erl in die Johanneskirche ein.
An den Buden und Ständen werden Geschenkartikel aller Art angeboten, so unter anderem Spiel- und Bastelsachen, Holzspielzeug und kreative Erzeugnisse, die in den verschiedenen Bereichen der Johannes-Anstalten hergestellt wurden. Auch für Essen und Trinken ist bestens gesorgt.
Im Foyer der Johanneskirche ist ein Bücherstand mit christlicher Literatur aufgebaut, den Fr. Becker von der Evangelischen Stadtmission Mosbach betreut.
Marktende ist an beiden Tagen um 17.30 Uhr. Die Bevölkerung aus nah und fern ist herzlich eingeladen.
PRESSEINFORMATION vom 21. November 2006
Michelbach. Mit einer großzügigen Spende in Höhe von 1.100 Euro wurde dieser Tage die Gruppe Panama des Kurzzeitheims Michelbach der Johannes-Anstalten Mosbach bedacht. Karin Messerschmidt vom Frankfurter Autohaus Günter Messerschmidt und der Altenstädter Künstler Gerhard Mltschoch kamen vorbei, um die Spende symbolisch zu übereichen; der Betrag war bereits überwiesen worden.
Seit einigen Jahren veranstaltet die Firma Messerschmidt in Zusammenarbeit mit Gerhard Mltschoch ein Sommerfest in ihrem Betrieb („Kunst bei Messerschmidt“). Der Erlös wird jeweils einem gemeinnützigen Zweck gespendet. Dieses Mal wurde das Kurzzeitheim Michelbach bedacht. Dort ist Nicole Brünner ein langjähriger Feriengast der Gruppe Panama. Ihre Familie ist mit Karin Messerschmidt bekannt.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch Heimleiter Hermann Fischer und Gruppenleiter Michael Huber wurden die einzelnen Bewohner dieser Gruppe vorgestellt. Es gab auf beiden Seiten keinerlei Berührungsängste. Bei einem Rundgang durchs Haus, einem gemeinsamen Kaffeetrinken und vielen interessanten Gesprächen wurde der durchweg positive Eindruck der Gäste abgerundet.
Mit der Spende soll ein seit langem geplantes Gartenhaus angeschafft werden, damit die vorhandenen Gartenmöbel endlich einen geeigneten Unterstellplatz finden.
PRESSEINFORMATION vom 21. November 2006
Schwarzach. „Lernen mit vielen Sinnen in der Schwarzbach Schule“ - im Rahmen dieses Mottos bot die Sonderschule auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach für zwei Klassen der Grundstufe wieder ein Highlight auf dem Gebiet der Sinneserfahrungen an: Hunde im Unterricht.
Tiere, und der Hund als weit verbreitetes Haustier insbesondere, spielen im kindlichen Erfahrungsbereich schon immer eine bedeutende Rolle. Was liegt da näher, als den Schülern eine adäquate Verständigung zwischen Mensch und Hund zu vermitteln? Dies sollte dazu beitragen, Missverständnissen zwischen Menschen und Hunden vorzubeugen und außerhalb des geschützten Raumes Unfälle zu vermeiden.
Dem Lehrerteam der Schwarzbach Schule gelang es, hierfür die Hundetrainerin Doris Bermich und ihre Kollegin von der Eberbacher Hundeschule „Faires Hundetraining“ (www.faires-hundetraining.de) mit ihren Hunden Paul und Amy zu gewinnen. Es handelt sich hierbei um Tiere, die ausschließlich mit positiven Verstärkern (Leckerlis, Streicheleinheiten usw.) und ohne Gewalt erzogen wurden.
Den Schülern wurde bei diesem mit großer Vorfreude erwarteten Besuch auf lebhafte und liebevolle Weise nahe gebracht, Hunden angemessen zu begegnen. Vorbereitete Lerninhalte waren „Verständigung zwischen Mensch und Hund“, „Berufe von Hunden“ sowie „richtige Pflege von Hunden“.
Die Schüler lernten durch den teils angeleiteten und teils sich situativ ergebenden Umgang mit den Hunden, die Sprache der Vierbeiner zu verstehen und ihre eigene Gestik, Mimik und Stimme für den Hund verständlich einzusetzen. Sie übten Kommandos wie „Pfötchen geben“ und belohnten die Ausführung mit Leckerlis.
Zudem erfuhren die Schüler, dass Tiere einerseits eine Bereicherung für den Menschen sind, dass sie andererseits jedoch auch eigene Bedürfnisse und einen Eigenwert haben. Durchweg alle Schüler beteiligten sich mit großer Begeisterung.
Natürlich durften die Schüler die Hunde auch streicheln, was alle Beteiligten sichtlich genossen. Durch die große Nähe und den intensiven Kontakt zu den Hunden konnten die Kinder über viele Sinne ihre Wahrnehmung optimal schulen. Sogar die Schüler mit mehrfachen Behinderungen, die oft in sich gekehrt erscheinen, blühten im Kontakt mit den Hunden auf. Es schien, als ob sich für sie über die Tiere ein Tor nach außen öffnete.
Aber auch den beiden Hunden konnte man ansehen, dass sie sich mit großer Freude mit den Kindern beschäftigten.
Insgesamt betrachtet war dieser Besuch für die Schüler ein Riesenerfolg. Die Erwartungen wurden durch die überaus sympathische Art und Weise, wie sich die Hunde und Hundetrainerinnen jedem Lehrer und Schüler gegenüber verhielten, sogar um ein Vielfaches übertroffen.
Martina Hausemann
PRESSEINFORMATION vom 22. November 2006
Mosbach. Die Ausstellung „Von der Kaiserzeit bis zum 21. Jahrhundert“ der Johannes-Anstalten Mosbach ist bis zum 1. Dezember in der Schalterhalle der Sparkasse Neckartal-Odenwald in Mosbach zu sehen. Zahlreiche Gäste waren am Montagabend der Einladung zur Eröffnung der Ausstellung, eine Zeitreise durch 125 Jahre Anstaltsgeschichte, gefolgt.
Sparkassendirektor Gerhard Stock begrüßte dazu neben dem Geschäftsführer der Johannes-Anstalten, Reinhard Adler, unter anderem Vertreter des Verwaltungsrats der Johannes-Anstalten, des Mosbacher Stadtrats und Stadtseniorenrats, Volker Wesch in Vertretung von OB Jann, den Neckarzimmerner Bürgermeister Christian Stuber sowie den früheren Sparkassendirektor und langjährigen Verwaltungsrat der Johannes-Anstalten, Manfred Schillinger.
Die Ausstellung war anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Johannes-Anstalten Mosbach im Jahr 2005 zusammengestellt worden und hat inzwischen bei zahlreichen Veranstaltungen Beachtung gefunden. Sie zeigt in Wort und Bild die wechselhafte Geschichte der Johannes-Anstalten Mosbach, ihre Entwicklung von der einstigen „Anstalt für schwachsinnige Kinder“ zum modernen, sozialen Dienstleistungs-unternehmen der Diakonie, das aktuell 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und 3.100 Menschen mit Behinderungen betreut, fördert und begleitet, und zwar an 34 Standorten in elf Städten und Gemeinden in ganz Baden.
Geschäftsführer Reinhard Adler führte in die Ausstellung ein. Er schilderte Zeiten der Kriege und Krisen, den Terror des Nationalsozialismus, dem 262 Heimbewohner der Johannes-Anstalten zum Opfer fielen, und Zeiten des Wachstums und Wandels. Vor allem in den 1960er Jahren habe es unter dem damaligen Direktor Kurt Rother einen regelrechten „Bauboom“ gegeben. Ebenso habe sich in dieser Zeit die Sichtweise von Behinderung entscheidend geändert.
Heute gehe es vor allem darum, den Spagat zwischen christlich-diakonischen und fachlichen Zielen einerseits und den ökonomischen Rahmenbedingungen andererseits zu schaffen. In Zeiten der Kommunalisierung der Behindertenhilfe gelte es, Spannungen gemeinsam auszuhalten. „Ambulantisierung“ laute das Gebot der Stunde zur Stärkung der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Menschen mit Behinderungen und zur Kostenentlastung der kommunalen Leitungsträger. Bereits im kommenden Jahr würden sechs Prozent der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner in offenen Wohnformen leben. Bewusst gingen die Johannes-Anstalten mit dieser Ausstellung auch deshalb an die Öffentlichkeit, um ihre Ziele darzulegen.
Adler bedankte sich bei Sparkassendirektor Stock für die Gastfreundschaft, der sich seinerseits mit einer Spende an die Johannes-Anstalten revanchierte. Zum festlichen Rahmen der Ausstellungseröffnung trug das auf beachtlichem Niveau spielende Querflötenensemble der Musikschule Mosbach bei.
Die Ausstellung ist bis zum 1. Dezember zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen: montags, dienstags, mittwochs und freitags von 8 bis 16.45 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 18 Uhr.
PRESSEINFORMATION vom 28. November 2006
Schwarzach. Zum traditionellen Weihnachtsmarkt lädt der Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach auch in diesem Jahr wieder ein. Er findet am zweiten Adventssonntag, 10. Dezember, statt und beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Luthersaal.
Ab 11 Uhr erwartet die Besucher an zahlreichen weihnachtlich geschmückten Buden und Ständen ein großes Angebot an originellen Geschenkideen, Kunstkarten, Bastelarbeiten der Bewohnerinnen und Bewohner des Schwarzacher Hofes sowie Eigenprodukten aus den Schwarzacher Werkstätten. Für Essen und Trinken ist bestens gesorgt.
Musikalisch umrahmt wird der Weihnachtsmarkt von den Posaunenchören Schwarzach-Aglasterhausen und Neidenstein sowie von der Jugendkapelle Schwarzach. Im Laufe des Tages erscheint auch der Nikolaus. Es werden Planwagenfahrten durch das Gelände des Schwarzacher Hofes angeboten, das Kunst-Werk-Haus ist geöffnet, und der Sinnesgarten lädt zur besinnlichen Weihnacht ein. Beim benachbarten Staatlichen Forstamt können frisch geschlagene Weihnachtsbäume erworben werden. Im Luthersaal gibt es einen christlichen Bücherstand.
Die Bevölkerung ist zu diesem gegen 17 Uhr endenden Weihnachtsmarkt herzlich eingeladen.
PRESSEINFORMATION vom 30. November 2006
Mosbach. Zum nächsten Treffen der Angehörigengruppe unter Leitung von Dipl.-Psychologin Renate Reber und Stationsarzt Wolfram Weiß lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach Angehörige psychisch kranker ehemaliger und anderer Patientinnen und Patienten ein. Es findet statt am Dienstag, 12. Dezember, von 15 bis 17 Uhr im Besprechungsraum der Neuropsychiatrischen Station, Zimmer 310 im dritten Stock der Klinik. Die weiteren Treffen sind dann wieder an jedem dritten Dienstag im Monat.
Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über verschiedene Krankheitsbilder und den Umgang mit psychisch Erkrankten. Schwerpunktmäßig geht es im nächsten Treffen auch um Ängste, die im Zusammenhang mit (Weihnachts-)Feiertagen stehen. Die Gruppe ist jederzeit für neue Mitglieder offen. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 06261/88-300, Sekretariat der Klinik.
PRESSEINFORMATION vom 1. Dezember 2006
Schwarzach. Die „Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung“, kurz Klinikschule, am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach steht unter neuer Leitung. „Der Neue“ in der Schulleitung ist jedoch zugleich der Dienstälteste: Karl Braun hat bereits 1975 als Sonderschullehrer seinen Dienst dort aufgenommen, und seither ist der Eberbacher „seiner“ Schule treu geblieben.
Zur Amtseinführung begrüßte Rudolf Link, Leiter des Fachbereiches Schulen der Johannes-Anstalten, am Donnerstag (30. November) unter anderem Geschäftsführer Reinhard Adler, Schulrätin Britta Lorenz und Schulamtsdirektor Jürgen Kriege.
Schon früher habe Karl Braun immer wieder über längere Zeitspannen die Schulleitung vertretungsweise übernommen und sich dabei bewährt, blickte Link zurück. Hohe Sach- und Fachkenntnis verbunden mit langjähriger Berufserfahrung und sein freundlich-offenes Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen prädestinierten ihn, Leitungsaufgaben zu übernehmen und die Klinkschule mit ihrem kompetenten und hochleistungsfähigen Lehrerteam voranzubringen.
Karl Braun hat nach seinem Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen an der PH Heidelberg, einer anschließenden Praxisphase und einem Sonderpädagogischen Zusatzstudium ebenfalls in Heidelberg im Oktober 1975 seinen Dienst als Sonderschullehrer in der Klinikschule begonnen. Neben seinem Beruf ist Karl Braun seit 1997 als ehrenamtliches Mitglied des Eberbacher Stadtrats kommunalpolitisch engagiert.
Rudolf Link ging auf die hohen Herausforderungen für Leitung und Kollegium der Klinikschule ein. An dieser der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) angegliederten Schule werden junge Menschen aus allen Schularten unterrichtet. Bei den Aufnahmegründen rangieren Aggressionen an erster Stelle, gefolgt von Suizidversuchen/Depressionen, sexueller Verwahrlosung, Drogenmissbrauch, Schulverweigung, kriminellen Delikten etc.
Link wünschte dem neuen Schulleiter eine glückliche Hand für gute Entscheidungen zugunsten der Schüler, des Kollegiums und der Schule. Dies tat auch Pfarrerin Erika Knappmann mit Glück- und Segenswünschen für den Pädagogen.
Voll des Lobes über den lösungsorientiert arbeitenden Fachbereich Schulen der Johannes-Anstalten Mosbach war Schulrätin Britta Lorenz. Zugleich verlor sie kritische Worte über die nach wie vor weit verbreitete Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Dies gehe oft einher mit Verdrängung der Krankheit, was die pädagogische Arbeit mit den Betroffenen so schwer mache. Vor diesem Hintergrund würdigte sie die Arbeit der Klinikschule, die verhindere, dass Kinder und Jugendliche mit mindestens vierwöchigem Krankenhausaufenthalt nicht auch noch schulisch zurückgeworfen würden. Dem neuen Leiter wünschte sie dafür alles Gute.
Geschäftsführer Reinhard Adler schlug einen Bogen vom biblisch begründeten Bildungsbegriff zum Leitbild der Johannes-Anstalten Mosbach und ging auf den doppelten Auftrag im christlich-diakonischen und fachlichen Sinne ein: Bewahrung der Menschenwürde durch Bildungsangebote. Diesen Auftrag sah er bei Karl Braun in besten Händen.
Weitere Glückwünsche kamen von Michaela Koch und Jutta Reimold im Auftrag des Kollegiums sowie von Helga Ortner und Rainer Bingel-Erlenmeyer als Vertreter der KJPP. Die frühere Sonderschülerin und jetzige Auszubildende im Berufsbildungswerk Nicole beeindruckte mit ihrem von Norman Gribben am E-Piano begleiteten Gesang.
PRESSEINFORMATION vom 4. Dezember 2006
Mosbach. Zufriedene Mienen herrschten am Wochenende beim Weihnachtsmarkt in und an der Johannesberg Schule der Johannes-Anstalten Mosbach vor. Die zahlreichen liebevoll dekorierten Stände waren zumeist dicht umlagert. Lediglich der Glühwein wurde von den meisten verschmäht, was angesichts der fast frühlingshaften Witterung nicht weiter verwunderlich war.
Schwungvoll wurde der Markt am Samstagvormittag vom Bläser- und Paukenensemble der Johannes-Anstalten Mosbach unter seiner neuen Leiterin Raphaela Peczkowski eröffnet. Mit wunderbar gespielten Adventschorälen tat der evangelische Posaunenchor unter Bernhard Monninger am Nachmittag sein Bestes, um frühlingshafte Weihnachtsgefühle aufkommen zu lassen.
Die Musik stand auch am Sonntagmorgen beim Gottesdienst zum 1. Advent in der Johanneskirche im Mittelpunkt. Die Chöre HarmoNixen und Troubadix unter Leitung von Friedemann Buhl traten in gewohnt glänzender Manier auf, und auch der Singkreis und die Orffgruppe der Johannesgemeinde unter Leitung von Peter Bechtold stellten einmal mehr unter Beweis, zu welchen musikalischen Leistungen Menschen mit Behinderungen fähig sind.
„Einmal um die ganze Welt“ reiste am Nachmittag die Theatergruppe „Zirkus Klingelini“ des Kinder- und Jugenddorfes Seckach unter Leitung von Thomas Erl. Dafür erhielten die jungen Akteure in der Johanneskirche viel Applaus. Alles in allem zieht der Hauptverantwortliche Horst Weber eine positive Bilanz, was Stimmung, Besucher und Umsatz angeht.
PRESSEINFORMATION vom 8. Dezember 2006
Mosbach/Neckarsulm. Eine solche Spende bekommt man nicht alle Tage: Unglaubliche 88.500 Euro schenken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Audi AG im Werk Neckarsulm den Johannes-Anstalten Mosbach. Die „Audianer“ haben auch in diesem Jahr wieder auf einen Teil ihrer Weihnachtsgratifikation verzichtet und lassen die auf diese Weise erreichte Spendensumme gemeinnützigen Einrichtungen und Zwecken in der Region zukommen.
Mit dem Löwenanteil wurden nun rechtzeitig zum Weihnachtsfest die Johannes-Anstalten Mosbach bedacht. Den Scheck über 88.500 Euro überreichten heute (8. Dezember) der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Zimmermann und Gesamtbetriebsratsmitglied Heinz Eyer an Reinhard Adler, Geschäftsführer der Johannes-Anstalten.
Schon seit 1981 werden die Johannes-Anstalten von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Audi AG in Neckarsulm regelmäßig mit Spenden bedacht, zuletzt im Jahr 2003. Sie summieren sich inzwischen auf gut 605.000 Euro.
Reinhard Adler bedankte sich hocherfreut bei der Audi-Delegation und kündigte an, dass das Geld für Zwecke Verwendung finden wird, die nicht vom Kostenträger gedeckt sind. Durch zahlreiche Sanierungen und Umzüge ist beispielsweise viel bei der Wohnraumausstattung zu tun. Die Audispende dient damit unmittelbar der Verbesserung der Wohnsituation und damit auch der Lebensqualität der Menschen mit Behinderungen, die bei den Johannes-Anstalten Mosbach leben. Zudem sind weitere Projekte im Sinnesgarten und für Menschen mit starken Verhaltensaufälligkeiten angedacht.
Jahr für Jahr startet der Audi-Betriebsrat einen Aufruf an die Belegschaft, einen Teil des Weihnachtsgeldes, pro Kopf 12 Euro, für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Die Resonanz ist mehr als bewundernswert: Von den 13.500 Kolleginnen und Kollegen am Standort Neckarsulm war wie jedes Mal eine überwältigende Mehrheit – nämlich 98 Prozent – bereit, bei dieser beispielhaften Aktion mitzumachen. Seit 1977, dem Beginn dieser Spendenaktion, haben die Audimitarbeiter sage und schreibe 3.157.000 Euro an Spendengeldern aufgebracht.
Für Wolfgang Zimmermann war es kurz vor der Altersteilzeit der letzte Einsatz als „Weihnachtsmann“. Für ihn ist die Spendenübergabe nach eigenen Worten immer „der schönste Tag des Jahres“ – für die Johannes-Anstalten Mosbach auch.
PRESSEINFORMATION vom 12. Dezember 2006
Hettigenbeuern. Eine der letzten, vielleicht sogar die letzte Adventsfeier wurde am Samstag, 9. Dezember, im Haus Bergesruh der Johannes-Anstalten Mosbach begangen. Viele Gäste und Besucher waren auch in diesem Jahr wieder der Einladung gefolgt.
Heimleiterin Kirsten Missbach hieß in ihrer Begrüßungsrede den Männergesangverein „Harmonie“ Hettigenbeuern willkommen, der die Adventsfeier musikalisch umrahmte, sowie Ortsvorsteher Günther Müller, Geschäftsführer Reinhard Adler mit Gattin, den Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen, Dr. Peter Rösinger, den kommissarischen Fachbereichsleiter Konrad Kaiser, Pfarrer Richard Lallathin, Hr. Albrecht von der Pfarrgemeinde Hettigenbeuern, die Vorsitzende des Musikvereins Hettigenbeuern, Margit Meixner, die Vorsitzende der Frauengemeinschaft Hettigenbeuern und Heimfürsprecherin des Hauses Bergesruh, Elisabeth Thor, Hr. Philipp von der evangelischen Kirche in Buchen, den Leiter der Buchener Werkstätten, Wolfgang Münster, viele Betreuer und Angehörige sowie die Mitarbeiter und Bewohner des Hauses, der Außenwohngruppen und des Betreuten Wohnens.
Nach der Begrüßung durch Kirsten Missbach, die sich bei den Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit des vergangenen Jahres bedankte und all die Aktivitäten und Neuerungen aufzeigte, hielt Pfarrer Lallathin einen Gottesdienst, der unter dem Motto „Oh Heiland reiß die Himmel auf“ stand.
Ortsvorsteher Günther Müller hob die gute Zusammenarbeit mit der Leitung des Hauses hervor. Mit sehr viel Wehmut schaut er in die Zukunft, da nun doch schon etwas Aufbruchstimmung in der Luft liegt und der Wegzug von Hettigenbeuern nicht mehr all zu lange dauert. Zurzeit entsteht mitten in Buchen, Im Kleinen Roth, das neue Wohnheim der Johannes-Anstalten. Die Bewohner des Hauses seien in die Gemeinde integriert und auf allen Veranstaltungen gern gesehene Gäste gewesen.
Leokadija Kopp, eine Bewohnerin des Betreuten Wohnens, hielt eine Rede, die sie selbst geschrieben hatte, und Werner Itzin spielte auf seiner Mundharmonika drei Weihnachtslieder.
Geschäftsführer Reinhard Adler bedankte sich für die Einladung und für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit von Heimleitung und Mitarbeitenden. Auch er bedauerte den Wegzug von der liebgewonnenen Gemeinde Hettigenbeuern, aber das Haus Bergesruh sei in seinem baulichen Zustand so einfach nicht mehr weiter zu betreiben.
Die gesamte Adventsfeier wurde vom Männergesangverein „Harmonie“ musikalisch begleitet.
PRESSEINFORMATION vom 12. Dezember 2006
Schwarzach. Auch starke „Konkurrenz“ durch zahlreiche andere Weihnachtsmärkte in der Region ändert nichts daran: Der Weihnachtsmarkt auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach, traditionell am zweiten Adventssonntag, ist und bleibt ein Publikumsmagnet.
Besonders am sonnigen Nachmittag strömten die Besuchermassen von Bude zu Bude. Die liebevoll geschmückten Stände boten originelle und kreative Geschenkideen aus verschiedenen Materialien, Produkte aus der Schwarzbach Schule, den Werkstätten und Wohngruppen an. Erstmals war im Luthersaal ein Bücherstand mit Weihnachtsliteratur aufgebaut.
Die Posaunenchöre Schwarzach-Aglasterhausen und Neidenstein sowie die Kapelle der Jugendfeuerwehr Schwarzach bereicherten das Fest, das mit einem Gottesdienst im Luthersaal begann, mit wunderbaren Weihnachtsliedern.
Im Kunst-Werk-Haus fanden die Kunstkarten der „Künstler des Schwarzacher Hofes“ und Künstlertassen mit Motiven von Rainer Wolf großes Interesse, und im Sinnesgarten lockte vor allem das neue Klanghaus viele Besucher an. Ein Planwagen mit weihnachtlich geschmückten Pferden brachte die Gäste von der Reithalle zum Festrummel rund um den Lindenplatz. Einige Nikoläuse waren unterwegs und erfreuten die Kinder mit guten Gaben.
Für Speisen und Getränke war bestens gesorgt, auch der Glühwein fand guten Absatz. Duftende Weihnachtskränze und Gestecke verbreiteten Weihnachtsstimmung, und im benachbarten staatlichen Forstamt wurden frisch geschlagene Weihnachtsbäume angeboten.
PRESSEINFORMATION vom 13. Dezember 2006
Mosbach. In einem feierlichen Gottesdienst mit Schuldekan Martin Schwarz wurde 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Johannes-Anstalten Mosbach das goldene Kronenkreuz verliehen, die höchste Auszeichnung, welche die Diakonie zu vergeben hat. Im Rahmen der anschließenden Weihnachtsfeier am Standort Mosbach wurden zudem Ehrungen für das 25-jährige und zweimal sogar für das 40-jährige Dienstjubiläum vorgenommen.
Die feierliche Verleihung der Kronenkreuze findet im jährlichen Wechsel an den Standorten Mosbach und Schwarzach statt, dieses Mal im Rahmen eines Gottesdienstes in der Mosbacher Johanneskirche, den Schuldekan Martin Schwarz zusammen mit dem Pfarrerehepaar Birgit und Richard Lallathin und Pfarrerin Erika Knappmann hielt.
Martin Schwarz erinnerte sich an den „kalten Morgen im Jahr 1986“, als er im Rahmen seines Theologiestudiums sein Diakonie-Praktikum auf dem Schwarzacher Hof antrat. Damals lauteten die Worte des Wohngruppenleiters: „Im übrigen begegnen wir uns hier auf Augenhöhe.“ Was sich im Leitbild der Johannes-Anstalten wieder finde, sage auch der 8. Psalm aus. „Aus meiner Sicht,“ so Schwarz, „ist der mit dem SGB IX und dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen vollzogene Paradigmenwechsel in der so genannten Behindertenpolitik mit den Leitbegriffen Selbstbestimmung und nicht fremdbestimmte Fürsorge von Ihnen hier in Mosbach und in Schwarzach schon weit vorher anvisiert, umgesetzt und gelebt worden. Sie haben vielen Menschen wirklich eine Heimat geschaffen. Darauf dürfen Sie stolz sein, und das Kronenkreuz ist ein kleiner Dank dafür.“
Es ärgere ihn immer wieder, wenn die Forderung erhoben werde, möglichst viele Sondereinrichtungen für Behinderte abzuschaffen und alternative Formen des Zusammenlebens und -arbeitens auszubauen. Schwarz: „Als wenn im stationären Bereich nicht genau das schon seit 25 Jahren praktiziert wird. Es ist einfach unredlich, den stationären Bereich gegenüber dem wohnortnahen auszuspielen.“
Bei der anschließenden Mitarbeiterweihnachtsfeier im Wirtschaftsgebäude, zu der ca. 600 Mitarbeitende des Standorts Mosbach gekommen waren, sprach Geschäftsführer Reinhard Adler ihnen seinen ganz besonderen Dank für ihren hervorragenden Einsatz in den verschiedensten Bereichen aus. Man werde sich auch im kommenden Jahr den großen und andauernden Herausforderungen stellen, Menschen zu betreuen, die auf Begleitung, Unterstützung und Assistenz angewiesen sind, damit sie, so Adler, trotz enger werdender finanzieller Spielräume ein menschenwürdiges und möglichst selbst bestimmtes Leben führen können.
Nachdenklich stimmende Worte widmete er den Themenkreisen Beruf und Berufung sowie Arbeit und Arbeitslosigkeit. Luthers biblischer Ansatz, die „Berufung“ über den Stand der Kleriker hinaus auf die weltlichen Tätigkeiten zu übertragen, müsse in der heutigen Zeit, wo die Arbeit häufig zum wenig sinnerfüllenden „Job“ geworden ist und die Angst vor dem Verlust der Arbeit grassiere, wieder an Bedeutung gewinnen.
Adlers ganz besonderer Dank galt der Küchencrew, die sich wieder einmal selbst übertroffen hatte, sowie für die musikalische Gestaltung der Weihnachtsfeier dem Bläser- und Paukenensemble unter Leitung von Raphaela Peczkowski.
Pfarrerin Birgit Lallathin widmete ihre Besinnung den Adventsheiligen, und Walter Berroth, Vorsitzender der Gesamtmitarbeitervertretung, rückte den Generationenkonflikt in den Mittelpunkt, der in Anbetracht einer schwindenden Zahl jüngerer Mitarbeiter auch in den Johannes-Anstalten spürbar sei. Er appellierte an alle, sich nicht von den allgemeinen Slogans anstecken zu lassen, sondern die Vorteile dieser Strukturen zu nutzen. „Wenn die Generationen sich gegenseitig Respekt entgegenbringen, können sie nur gewinnen.“
Das Goldene Kronenkreuz für 25 Dienstjahre in der Diakonie erhielten und zugleich 25-jähriges Dienstjubiläum bei den Johannes-Anstalten Mosbach feierten:
Standort Mosbach
Geschäftsbereich Wohnen: Inge Bauer, Anna Haag, Antje Lützow, Marita Müller.
Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit: Herbert Hamberger, Ursel Henrich, Dünna Leib, Harald Paeper, Isolde Schwarz.
Fachbereich Schulen: Doris Fortwängler, Margit Mairon.
Fachbereich BBW: Annegret Deißler-Knorpp, Karl-Heinz Fleck, Rainer Kleis, Gerd Otto, Manfred Schifferdecker, Elvira Weiß.
Servicebereich: Christa Lewa, Karl Mäck.
Standort Schwarzach
Geschäftsbereich Wohnen: Erhard Geier, Wolfgang Graf, Hartmut Kräft, Christa Ketterer-Barrioluengo, Sabine Klass, Ulrike Maute, Dr. Peter Rösinger, Hans-Peter Schwarz, Heidi Weber, Eberhardt Vilgis.
Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit: Gudrun Baber, Rudolf Gimber.
Fachbereich Schulen: Ingeborg Gallenbach.
Servicebereich: Albert Zehnle (Lahr), Renate Meyer (Schluchsee).
Geschäftsführung, Stabsstellen und Zentralbereiche: Thomas Bayer.
Das Kronenkreuz erhielten außerdem folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in diesem Jahr in den Ruhestand gegangen sind und mindestens 15 Jahre bei den Johannes-Anstalten beschäftigt waren:
Mosbach: Suleyman Beslija, Rudolf Beuchert, Andrea Clasen, Monika Claus, Marianne Diemer, Rosa Gollub, Rosemarie Heiß, Hanna Himpel, Gisela Kalbantner, Annemarie Klingmann, Hans-Dieter Pfeifer, Georg Sündermann, Renate Zinkel; Schwarzach: Klaus Lichtenfels, Heide Zimmermann.
Für 25 Dienstjahre bei den Johannes-Anstalten am Standort Mosbach wurden außerdem geehrt:
Georg Sündermann (Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit), Heike Luft (Fachbereich Berufsbildungswerk).
Ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feierten:
Gerd-Jochen Exner (Servicebereich), Renate Frenk (Geschäftsbereich Wohnen).
Die Jubilare empfingen Dankesworte und Urkunden von den jeweiligen Bereichsleitern: Dr. Peter Rösinger (Geschäftsbereich Wohnen), Dr. Alexander Vater (Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit), Albert Stelzle (Fachbereich Berufsbildungswerk), Rudolf Link (Fachbereich Schulen), Dr. Helmut Müller (Servicebereich), Werner Koch (Zentralbereich Personal und Recht) sowie Rolf Buchholz (Zentralbereich Finanz- und Betriebswirtschaft).
PRESSEINFORMATION vom 19. Dezember 2006
Buchen/Mosbach. Eher selten wird die Kommunalisierung in Baden-Württemberg mit positiven Schlagzeilen bedacht. In Buchen gibt es nun ein Paradebeispiel, wie die Zusammenarbeit zwischen einer Einrichtung der Eingliederungshilfe und dem zuständigen Landratsamt auch laufen kann: konstruktiv und für beide Seiten erfolgreich. So geschehen in der kreiseigenen Alois-Wißmann-Schule für Geistigbehinderte, unter deren Dach nun der Förder- und Betreuungsbereich (FuB) der Buchener Werkstätten untergebracht ist.
Entsprechend gut gelaunt wurde am Donnerstag (14. Dezember) die offizielle Einweihung der neu hergerichteten Räume im Erdgeschoss der Alois-Wißmann-Schule gefeiert. Wolfgang Münster, Leiter der Buchener Werkstätten der Johannes-Anstalten Mosbach, begrüßte dazu unter anderem als Vertreterin von Landrat Dr. Achim Brötel die Leiterin des Geschäftsbereiches Soziale Hilfen, Renate Körber, den Ersten Beigeordneten der Stadt Buchen, Dr. Wolfgang Hauk, den Sozialplaner des Neckar-Odenwald-Kreises, Peter Roos, die Rektorin der Alois-Wißmann-Schule, Cornelia Weidenfeld, die Werkstattratsvorsitzende Elvira Günther sowie von den Johannes-Anstalten Mosbach Dr. Alexander Vater, Leiter des Geschäftsbereiches Beschäftigung und Gesundheit.
Wolfgang Münster ging kurz auf die Vorgeschichte des aus akuter Raumnot geborenen Projektes ein. Nur durch die Auslagerung des FuB aus den überbelegten Buchener Werkstätten war es möglich, alle Abgänger der Alois-Wißmann-Schule, die aufgrund ihrer schweren Behinderungen nicht in der Werkstatt arbeiten können, dort aufzunehmen. So haben nun sechzehn Beschäftigte des FuB in den vergangenen Wochen ihre frisch renovierten Räume bezogen, darunter vier „Neue“, die bisher die Alois-Wißmann-Schule besuchten. Dort bleiben sie, bis die geplante Erweiterung der Buchener Werkstätten realisiert ist.
Dass das Ganze absolut reibungslos vonstatten ging, ist das Ergebnis einer überaus konstruktiven Zusammenarbeit, wie sich die Beteiligten am Donnerstag gegenseitig bescheinigten. Mit Lob überschüttet wurde vor allem die Rektorin der Alois-Wißmann-Schule, Cornelia Weidenfeld, die selbstlos sogar ihr Büro geräumt hatte, um den Einzug des FuB zu ermöglichen. „Meine Kinder brauchen Platz“ – damit war die Sache klar.
„Wo ein Wille ist, ist ein Weg“, konstatierte Dr. Alexander Vater. Er bezeichnete das hier gezeigte Engagement des Kreises für seine Bürger als absolut vorbildlich. Dass Buchen so etwas wie die „Boom-Town“ der Johannes-Anstalten ist, sei dem hervorragenden Zusammenwirken von Stadt und Landratsamt zu verdanken, meinte er im Hinblick auf die Großprojekte Wohnheimneubau und Werkstatterweiterung, vermutlich auf lange Sicht die letzten beiden mit öffentlichen Mitteln geförderten Maßnahmen.
Mehr solche Beispiele konstruktiver Zusammenarbeit wünschte sich Renate Körber. Sie zeigte sich dankbar, dass es sich die Johannes-Anstalten nicht leicht gemacht hätten, indem sie ihrerseits eine Lösung für die Abgänger der Wißmann-Schule suchten.
Glückwünsche im Namen von Bürgermeister Roland Burger überbrachte Dr. Wolfgang Hauk. Er würdigte den wichtigen Dienst, den die Johannes-Anstalten Mosbach für das Mittelzentrum Buchen erbrächten, und war voll des Lobes ob der Zusammenarbeit beim Wohnheimneubau im Kleinen Roth. Und Dr. Helmut Müller, als Servicebereichsleiter der Johannes-Anstalten unter anderem für die Abwicklung von Mietangelegenheiten zuständig, zeigte sich von der Professionalität der Zusammenarbeit schlicht beeindruckt.
Beim anschließenden Rundgang konnten die Gäste die Räume selbst in Augenschein nehmen. Neben einer gut ausgestatteten Küche mit Essbereich gibt es drei freundliche Gruppenräume, einen Einzeltherapieraum mit Pflegeecke sowie barrierefrei ausgestattete Dusche und Toiletten. Einen weiteren Therapieraum teilt sich der FuB mit der Wißmann-Schule. Und auch hier funktioniert das Miteinander bestens.
Stichwort Förder- und Betreuungsbereich
Die Beschäftigten des FuB der Buchener Werkstätten erhalten hier individuelle Förderangebote. Ziele sind die Förderung der Selbstständigkeit, der Hygiene, der Konzentration sowie der sozialen Fähigkeiten. Auch die Betreuung gestaltet sich sehr individuell. Während der eine lernt, sich eigenständig an- und auszuziehen oder sich selbst das Essen auf den Teller zu schöpfen, muss der andere sich erst daran gewöhnen, mit anderen gemeinsam in einem Raum zu essen oder „die Gruppe auszuhalten“.
Das multiprofessionelle Team besteht aus vier Fachkräften: zwei Heilerziehungspflegerinnen, einer Erzieherin und einem Erzieher.
PRESSEINFORMATION vom 19. Dezember 2006
Schwarzach. Fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach wurden bei der diesjährigen Weihnachtsfeier für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum geehrt. Geschäftsführer Reinhard Adler bezeichnete dies als kollegialen Dank für die langjährige treue und engagierte Mitarbeit zum Wohle von Menschen mit Behinderungen.
Zur Feier in der voll besetzten Schwarzach-Halle begrüßte Adler unter anderem den Schwarzacher Bürgermeister Theo Haaf. In einer nachdenklich stimmenden Grundsatzrede ging der Geschäftsführer auf die schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen im Arbeitsleben ein.
Pfarrerin Erika Knappmann leitete anhand der Betrachtung zweier sehr unterschiedlicher „Weihnachtsbilder“ den wahren und tiefen Sinn des Festes her, und Walter Berroth, Vorsitzender der Gesamtmitarbeitervertretung, stellte das Thema „Generationenkonflikt“ in den Mittelpunkt seiner Ansprache.
Der Posaunenchor Aglasterhausen-Schwarzach unter der Leitung von Frieder Wittmann und das Schwarzacher Hof-Sextett (Leitung: Gerhard Andres) umrahmten die Feier musikalisch. Das Schwarzacher Küchenteam hatte wieder keine Mühen gescheut, um die Gäste kulinarisch zu verwöhnen.
Die Jubilare empfingen Dankesworte und Urkunden von Dr. Peter Rösinger (Geschäftsbereich Wohnen), der selbst seit 25 Jahre dabei ist, Dr. Alexander Vater (Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit), Rudolf Link (Fachbereich Schulen) und Rolf Buchholz (Zentralbereich Finanz- und Betriebswirtschaft). Ihr Dienstjubiläum feierten:
Geschäftsbereich Wohnen: Eberhardt Vilgis, Erhard Geier, Wolfgang Graf, Dr. Peter Rösinger, Hans-Peter Schwarz, Wolfgang Klose, Sabine Klass, Heidi Weber, Ulrike Maute, Christa Ketterer-Barrioluengo.
Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit: Gudrun Baber, Rudolf Gimber.
Fachbereich Schulen: Ingeborg Gallenbach, Werner Rebmann.
Geschäftsführung, Stabstellen und Zentralbereiche: Thomas Bayer.
So vielseitig wie seine wissenschaftliche Ausbildung, so umfangreich und vielschichtig sind und waren auch seine Aufgabenbereiche in den Johannes-Anstalten Mosbach. Dr. Peter Rösinger, 1942 in Mannheim geboren, gab sich mit einem Studiengang allein nicht zufrieden. Nach dem Studium der Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Philosophie in Heidelberg folgte ein weiteres Studium der Soziologie, Wissenschaftstheorie und Sozialpsychologie in Mannheim. Seine Dissertation widmete er dem Thema „Ungleichheit und soziale Schichtung“.
Nach Tätigkeiten als Projektleiter und stellvertretender Geschäftsführer bei der Gemeinnützigen Forschungsgesellschaft Bensheim und als Wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Konstanz trat er 1981 seinen Dienst bei den Johannes-Anstalten Mosbach an, zunächst als Leitender Mitarbeiter beim Anstaltsleiter und Personalleiter für den Bereich Mosbach. Bereits zwei Jahre später wurde er Direktor und Leiter der Anstalt Mosbach sowie Mitglied des Vorstandes. Seit der Reorganisation im Jahr 1999 ist er Leiter des Geschäftsbereiches Wohnen mit Dienstsitz in Schwarzach.
Geschäftsführer Reinhard Adler würdigte Dr. Peter Rösinger als analytisch denkenden und handelnden Menschen, der die Johannes-Anstalten Mosbach entscheidend mitgeprägt habe. Er dankte ihm für die aufopferungsvollen Jahre des Dienstes, in denen er oft an die Grenzen der gesundheitlichen Belastbarkeit gegangen sei.
Dr. Peter Rösinger wird im kommenden Jahr in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.