Johannes-Diakonie Mosbach

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PRESSEINFORMATION vom 5. März 2010

Steuer des "Flaggschiffs" wieder in guten Händen

Feierliche Amtseinführung der neuen Vorstände der Johannes-Diakonie Mosbach

Mosbach. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Johanneskirche sind am Donnerstag, 4. März, Dr. Hanns-Lothar Förschler als Vorstandsvorsitzender und Jörg Huber als Vorstand der Johannes-Diakonie Mosbach ins Amt eingeführt worden. Landesbischof Dr. Ulrich Fischer bekräftigte dabei, dass Kirche und Diakonie zusammengehören, weil es keine Trennung geben dürfe von Zeugnis und Dienst, von Wort und Tat.

Landesbischof Dr. Ulrich Fischer bittet um Segen für die neuen Vorstände
Von links nach rechts: Stefan Werner (Vorsitzender des Verwaltungsrates), Dr. Achim Brötel (Landrat Neckar-Odenwald-Kreis), Dr. Hanns-Lothar Förschler, Jörg Huber, Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, Staatssekretär Dieter Hillebrand
Gute Stimmung: Dr. Hanns-Lothar Förschler, Stefan Werner, Jörg Huber
Heimbeirat Michael Lofink überreicht Kapitänsmützen
Die Heimbeirätinnen Kirstin Weckbach (re.) und Natalie Zwanziger gratulieren
Four on the Floor

Am 1. Februar 2010 haben die vormaligen Johannes-Anstalten Mosbach ein neues Kapitel ihrer Geschichte aufgeschlagen. Mit neuem Namen, dem stetigen Modernisierungsprozess folgend, und einem neuen zweiköpfigen Vorstand wollen sie die Herausforderungen der Zukunft annehmen. Dass diese nicht gerade klein sind, zog sich wie ein roter Faden durch die Grußworte und Reden zum Amtsantritt.

Gedanke gegenseitiger Korrektur und Beratung

Warum sich der Verwaltungsrat nach dem durchaus erfolgreichen, zwölf Jahre währenden Geschäftsführermodell für eine doppelt besetzte Leitungsstruktur entschieden hat, erläuterte Oberkirchenrat Stefan Werner, Vorsitzender des Verwaltungsrates: Es sei der Gedanke der gegenseitigen Beratung und Korrektur, der hier in guter Weise zum Tragen komme. Mit dem 50 Jahre alten Sozialpädagogen und Betriebswirt im Gesundheitswesen Jörg Huber, der bereits seit fünf Jahren in der Johannes-Diakonie Mosbach tätig ist, und dem 58 Jahre alten Volkswirt und vormaligem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Stetten Dr. Hanns-Lothar Förschler sieht er die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gegeben.

Als "Mosbach-Duo" Geschichte schreiben

Auch Staatssekretär Dieter Hillebrand, Beauftragter der Landesregierung für die Belange behinderter Menschen, zeigte sich überzeugt, dass der neue Zweiervorstand bestens gerüstet sei, ein "großes Erbe" anzutreten und eines Tages als "Mosbach-Duo" in die Geschichte der 130 Jahre alten Einrichtung einzugehen.

Kräftig miteinander ringen

Auch Verbandspräsident Roland Klinger vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) äußerte sich zuversichtlich, dass der Strukturwandel der Johannes-Diakonie Mosbach unter neuer Leitung erfolgreich fortgesetzt werden könne. Steigende Sozialkosten gelte es durch intelligente Lösungen aufzufangen. "Wir werden kräftig miteinander ringen", sagte er nicht ohne Augenzwinkern.

"Wenn zwei Menschen vor den Altar treten, hat man ja ein ganz bestimmtes Bild vor Augen", fand Landrat Dr. Achim Brötel gewohnt launige Worte für die Amtseinführung, die er auch stellvertretend für OB Michael Jann (Mosbach) und Bürgermeister Theo Haaf (Schwarzach) sprach.

Kirchenrat Jürgen Rollin vom Diakonischen Werk Baden freute sich in Vertretung des Vorstandsvorsitzenden Johannes Stockmeier, dass "das Steuer des Flaggschiffs unseres Verbandes wieder in guten Händen ist".

Stellvertretend für die Kundinnen und Kunden der Johannes-Diakonie Mosbach blieben die Heimbeiräte Michael Lofink, Natalie Zwanziger und Kirstin Weckbach bei diesem Bild und überreichten den beiden Vorständen Kapitänsmützen.

Dass ein zweiköpfiger Vorstand ausdrücklicher Wunsch der Gesamtmitarbeitervertretung war, unterstrich deren Vorsitzender Werner Hug.

"Wir wollen uns unterhaken"

Die beiden neuen Vorstände warben ihrerseits um Vertrauen, nicht ohne ihrem Vorgänger Reinhard Adler dafür zu danken, auf dem von ihm Geleisteten aufbauen zu können. Vorstandsvorsitzender Dr. Förschler betonte, dass neben der Verfolgung der drei Ziele Qualität, Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit die Schärfung des diakonisch-christlichen Profils des Sozialunternehmens einen Schwerpunkt darstellen werde, und dies unter schwieriger werdenden Rahmenbedingungen, die man durchaus mit Sorge betrachte. "Gut funktionierende Doppelspitzen treffen in der Regel 'belastbare Entscheidungen', die nicht mehr so leicht ins Wanken zu bringen sind", drückte Vorstand Jörg Huber Zuversicht aus.

Dank galt dem Jazz-Quartett "Four on the floor" für die schwungvolle musikalische Umrahmung der Feier.

 

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Text: Annette Peters

Fotos: Dirk Adler