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Es ist normal, verschieden zu sein

Bei uns leben Menschen mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten. Ob in unseren Einrichtungen, in den Kommunen oder Kirchengemeinden:
gleichberechtigt miteinander zu leben und voneinander zu lernen ist unsere Vision. Seit über 130 Jahren.

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22.05.2017

Chancen und Risiken innerer Bilder

Fachschule brachte zur 20. Fachtagung kundige Referenten und interessierte Zuhörer zusammen

Organisatoren und Referenten der 20. Fachtagung der Fachschule für Sozialwesen: Lilian Masuhr, Kirsten Baumbusch, Andrea Schöne, Stephan Friebe, Rainer Schmidt, Dr. Peter Schmidt, Karin Joggerst, Prof. Dr. Thomas Kretschmar, Birgit Thoma (v.l.).

Mosbach. Fernseher, Computer oder Handy können wir ausschalten. Die Bilder in unserem Kopf aber nicht. Sie sind da, ob wir wollen oder nicht. Und sie bestimmen das Handeln von Menschen weltweit. Diese ungeheure Kraft war für die Organisatoren der Fachschule für Sozialwesen Grund genug, die inneren Bilder zum Thema ihrer 20. Fachtagung in der Mosbacher Johanneskirche zu machen.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Pädagogischen Vorstand der Johannes-Diakonie, Jörg Huber, erklärte der Dozent der Fachschule und federführende Organisator der Fachtagung, Stephan Friebe, die Bedeutung der inneren Bilder in einem einleitenden Vortrag.  „Innere Bilder geben uns Sicherheit", erklärte Friebe. „Sie können aber auch zu Hass und Ausgrenzung führen", fügte er mit Blick auf den Missbrauch von Bildern durch Politik und Propaganda hinzu. Und nicht zuletzt sei auch das Reden über Menschen mit Behinderung von Bildern und Klischees geprägt. „Daher macht es viel Sinn, sich mit diesem Thema zu beschäftigen."

Zum Auftakt zeigte der Psychotherapeut, Coach und Buchautor Professor Dr. Thomas Kretschmar auf, wie innere Bilder in vielen Lebensbereichen bedeutsam sind. Weiterhin erläuterte der Einsatz innerer Bilder und Imagination zur Heilung, etwa im Rahmen der Psychotherapie - natürlich nicht ohne seine Zuhörer selbst an einer Imagination teilhaben zu lassen. Dem Thema Behinderung und innere Bilder stellte sich im Anschluss die Journalistin und Aktivistin Lilian Masuhr. Mit vielen Beispielen stellte sie anschaulich dar, wie unter anderem in den Medien über Behinderung berichtet wird und welche Bilder von behinderten Menschen transportiert werden. Außerdem lieferte sie praktische Tipps zur barrierefreien Gestaltung von Kommunikation und Veranstaltungen.

Eine kabarettistische Note verlieh der Theologe und Dozent Rainer Schmidt der Fachtagung. In zwanglos-witziger Weise sprach er viele Unsicherheiten an, die in der Begegnung von behinderten und nichtbehinderten Menschen existieren und nannte ganz praktische Möglichkeiten, diese zu verringern.

In den zweiten Tag starteten die Teilnehmenden mit dem Geschäftsführer des Berliner Instituts für christliche Ethik und Mitglied des Ethikrates, Professor Dr. Andreas Lob Hüdepohl. Um „Enthinderung" ging es in seinem Vortrag, um das Abbauen von physischen und mentalen Barrieren auf Seiten der Mehrheitsgesellschaft. Dafür sei ein Bewusstseinswandel notwendig, orientiert an einem freiheitlichen, partizipativen und gemeinschaftlichen Leitbild der Inklusion. Der Diplom-Geophysiker, SAP-Experte, Autor und Referent Dr. Peter Schmidt berichtete anschließend über sein Erleben der Welt als Autist. Unter dem Titel „Begegnungen ermöglichen: Bilder aus einer autistischen Welt" ging er auf seine Wahrnehmung ein. Was es für einen Autisten bedeutet, allein, aber nicht einsam zu sein, machte Schmidt am „inneren Kaktus-Bild" deutlich. Mit weiteren Bildern brachte er dem Publikum das Fühlen eines Autisten nahe und verdeutlichte Auswirkungen auf den Alltag.

Zum Abschluss erkundete die Politologin und Trainerin Karin Joggerst mit den Zuhörern die Entstehung, Wirkungsweise und die Folgen von Vorurteilen für sich selbst und für diejenigen, die sie betreffen. Im Fokus ihres Vortrags standen speziell Bilder im Kontext von Beeinträchtigung und Behinderung.

Die rund 250 Teilnehmenden erlebten während der Fachtagung recht unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema innere Bilder, die bei einer anregenden Podiumsdiskussion mit Moderatorin Kirsten Baumbusch zum Abschluss des ersten Tages ausgetauscht und weiterentwickelt wurden. Abgerundet wurde die Tagung durch den individuellen Austausch der Teilnehmenden in den Pausen. Somit konnte Fachschulleiterin Birgit Thoma am Ende auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurückblicken und verband ihr Schlusswort mit einem Dank an das Organisatorenteam rund um Stephan Friebe und alle weiteren Unterstützer aus der Johannes-Diakonie.


Kontakt

Die Unternehmenskommunikation der Johannes-Diakonie Mosbach hilft Ihnen bei Fragen zu dieser News gerne weiter. Ihre Ansprechpartner sind:
• Michael Walter, Telefon: 06261 88-734, E-Mail: Michael.Walter(at)johannes-diakonie.de
• Andreas Lang, Telefon: 06261 88-577, E-Mail: Andreas.Lang(at)johannes-diakonie.de