

Das Gang- und Handzentrum im Kinderzentrum Mosbach stellt ein spezialisiertes stationäres neuropädiatrisches Angebot dar, das sich an Kinder mit unterschiedlich schweren körperlichen Behinderungen im Sinne von Mobilitätseinschränkungen und Bewegungsstörungen, komplexen neuropädiatrischen Erkrankungsbildern und Entwicklungsstörungen richtet.
Leitung: Dr. med. Daniel Vater
Eine Station für Kinder und Jugendliche mit 8 stationären Betten mit neuropädiatrischem Schwerpunkt stellt den Kern des Gang- und Handzentrums dar. Die Mitaufnahme eines Elternteils oder einer Bezugsperson ist möglich. Zusätzlich zu den therapeutischen Angeboten des Gang- und Handzentrums erfolgen individuelle Pflege und pädagogische Betreuung der Patienten während und außerhalb der Therapie-Intervalle.
Eine umfassende stationäre ärztliche neuropädiatrische Behandlung und Diagnostik schließt den Einsatz moderner apparativer Verfahren (EEG, Neurophysiologie, EKG, Laboruntersuchungen) ein. Alle therapeutischen Verfahren finden unter ärztlicher Leitung und Verantwortung statt. Vor, während und zum Abschluss der stationären Maßnahme finden Elterngespräche statt. Im Zusammenhang mit den intensivtherapeutischen Verfahren erfolgt eine stationäre individuelle Nachbehandlung nach neuroorthopädischen und neurochirurgischen Eingriffen einschließlich der Wundversorgung.
Im Gangzentrum erhalten Patienten je nach Schweregrad der Erkrankung eine mehrere Wochen andauernde Intensivtherapie und Trainingsphase mit medizinischer Betreuung und Überprüfung sowie ggf. Modifikation der medikamentösen Behandlung.

Neben einer rationalen Hilfsmittelversorgung hilft die kameragestützte Bewegungsanalyse bei der kontinuierlichen Beobachtung der Behandlung.
Das Handzentrum arbeitet mit Einsatz physiotherapeutischer und ergotherapeutischer Verfahren mit dem Ziel der Verbesserung der Hand- und Greiffunktionen sowie der Armbeweglichkeit.
Individuelles handmotorisches Training unter Anwendung evidenzbasierter Therapiemethoden wie

Hilfsmittel werden zum Erreichen des gemeinsamen Ziels erprobt und eingesetzt.
Die Behandlungspläne im Gang- und Handzentrum werden in interdisziplinärer Teamarbeit unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Patienten erstellt und ärztlich geprüft und begleitet.
In einer ambulanten Sprechstunde mit Arzt, Therapeut und Orthopädietechniker besprechen wir die individuellen Möglichkeiten für den Aufenthalt, im Anschluss übernehmen wir den Antrag zur Kostenübernahme beim zuständigen Kostenträger.
Nach Genehmigung vereinbaren wir gemeinsam einen Aufnahmetermin.
Bei Entlassung wird mit den Eltern gemeinsam erarbeitet, wie die erreichten Fähigkeiten im Alltag umgesetzt und erweitert werden können.