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BBW jetzt auch in Heidelberg vertreten
Berufsbildungswerk Mosbach eröffnet Ausbildungsstätte und Internat
Das Berufsbildungswerk Mosbach erweitert seinen Aktionsradius nach Heidelberg. Ab September betreibt es eine Ausbildungsstätte in Rohrbach-Süd. Zunächst werden hier junge Menschen mit Lern- und Mehrfachbehinderung in den Berufen Fachlagerist und Fachkraft für Lagerwirtschaft ausgebildet.
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Das neue Ausbildungsgebäude in Heidelberg-Rohrbach, Im Breitspiel 8, beherbergt zukünftig die Ausbildung zum Fachlageristen. |
Bei Bedarf ist auch eine Unterbringung und Förderung im ebenfalls neu eingerichteten Internat im Stadtteil Ziegelhausen möglich.
Das Berufsbildungswerk Mosbach hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um einen neuen Schritt bei der Ersteingliederung junger Menschen mit Behinderung zu gehen. Mit der Eröffnung eines Standorts im Ballungsraum Heidelberg/Mannheim wird den jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, eine Ausbildung und Rehabilitation in einem betriebsnahen Umfeld zu durchlaufen. Mitten im Industriegebiet von Heidelberg-Rohrbach befindet sich die Werkstatt zwischen einer Vielzahl von Betrieben und Unternehmen, mit denen kooperiert werden soll.
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Künftige Fachlageristen schweißen Güter auf einer Palettenwickelmaschine mit Schrumpffolie ein. |
Zunächst startet die Außenstelle Heidelberg mit dem Bereich Lagerwirtschaft. Weitere Berufe sollen in den nächsten Jahren folgen. So ist es auch mit der Regionaldirektion der Arbeitsagentur abgesprochen, die diese Maßnahmen finanziert und die Weiterentwicklung des Berufsbildungswerks Mosbach unterstützt.
Inhaltliche Schwerpunkte der Außenstelle bilden neben dem klassischen Rehabilitationsauftrag vor allem drei Aspekte: Durch die Kooperation mit den umliegenden Betrieben werden die behinderten Jugendlichen mit nichtbehinderten gemeinsam ausgebildet; dies ist ein Zugewinn für beide Gruppen. Gleichzeitig findet die Ausbildung betriebsnah und damit sehr realistisch und praxisbezogen statt. Durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk in Mosbach ist eine optimale individuelle Förderung und Begleitung der jungen Menschen möglich. In diesem Rahmen kann der Gedanke der Inklusion stärker verwirklicht werden.
Dazu ist es natürlich auch notwendig, die gesamte Infrastruktur des Berufsbildungswerkes am neuen Standort anzubieten. Sowohl die begleitenden Fachdienste wie Sozialdienst, Psychologischer Dienst undÄrztlicher Dienst sind in Heidelberg vor Ort, um die Teilnehmenden zu beraten, zu begleiten und zu betreuen.
Der Unterricht der Sonderberufsschule wird ebenfalls in der Außenstelle stattfinden. Darüber hinaus wird in Heidelberg auch ein Internat mit sozialpädagogischer Betreuung und Förderung angeboten.
Im Rahmen der 2009 in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland dazu verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu schaffen, das jungen Menschen mit und ohne Behinderung dieselben Qualifizierungsmöglichkeiten eröffnet. „Die Grenzen zwischen Sonderförderung und Regelsystem müssen überwunden werden“, betont BBW-Leiter Albert Stelzle.
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Hier werden Waren für den sicheren Transport von Hand umreift und gespannt. |
Berufsbildungswerke böten, wenn die gesetzlichen ahmenbedingungen entsprechend geändert würden, alle Voraussetzungen, lern- und mehrfachbehinderte Jugendliche zusammen mit ‚lediglich‘ lernschwächeren auszubilden. Denn das herkömmliche duale Ausbildungssystem grenze die Leistungsschwachen immer noch aus, die Ausbildungswünsche dieser jungen Menschen blieben damit vielfach auf der Strecke.
Der Betrieb in Heidelberg startete Ende August mit ca. 25 Teilnehmenden.
Christof Mölkner
Tel.: 06261 / 88-470
E-Mail an Christof Mölkner